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von hier hinwegkommen; Gott hat für Sie gewiß etwas auserſehen: Sie ſind ſo gut und rechtſchaffen!“
„Ach, mein Gott! iſt ſo viele Güte möglich?“ ant⸗ wortete Albin, indem er vor der jungen Frau beinahe auf die Kniee fiel.„Und dennoch habe ich ſo ſchrecklich efehlt!“
3„Hatten Sie nicht um Verzeihung gebeten?“ ſagte ſie hoch erröthend.
„Und Sie, auch Sie verzeihen mir?“ ſtotterte Al⸗ bin—„auch Sie denken ohne Unwillen an mich?“
„Ich will zu Gott für Sie beten!“
Jetzt durfte Albin die kleine Hand ergreifen, durfte es wagen, dieſelbe an ſeine Lippen zu drücken. In dem nächſten Augenblicke war Alles verſchwunden, die Thür verſchloſſen und Albin wieder auf ſeinem Zimmer, wo er, wunderbar geſtärkt und beruhigt, mit dem Einpacken ſeiner Sachen fortfuhr, um einſtweilen in ein Wirths⸗ haus zu ziehen.
Geſpart hatte er nur ſehr wenig; denn im erſten Winter konnte Bas nicht arbeiten; überdieß mußte der alte Surr immer einen Wochenſchilling zu Bier und Tabak haben, und Surr hatte viele Brüder, die Albin's warmem Herzen nahe lagen. Auch wollte der junge Herr fein und gut gekleidet ſein— kurz: er hatte nicht viel zu fordern. Von dieſer Kleinigkeit wollte Albin aber dennoch ſo lange leben, bis er ſein Schiffereramen machen konnte; denn— mochte er hernach ein Fahrzeug erhalten, oder genöthigt ſein, als Steuermann, ja als bloßer Ma⸗ troſe zu fahren— das Erxamen mußte er machen.
Neunundzwanzigſtes Capitel. Die Sonne geht zwei Mal auf.
Die gelben Blätter des Herbſtes hatten längſt ihren Wirbeltanz um die Stadt beendigt; Schnee, Hagel,


