Teil eines Werkes 
1. Theil (1849)
Entstehung
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zu verzeihen, und wenn ich verzeihe, ſo habe ich auch vergeſſen!

ch danke Ihnen beſtens! ſagte Albin, der augen⸗ blicklich ſeine unterthänige Rolle wieder annahm lange wird es jedoch dauern, ehe ich meine Unvernunft beugeſ Inzwiſchen bitte ich um meinen Abſchied; denn nach Demjenigen, was vorgefallen iſt, kann ich wohl nicht darauf rechnen, länger in Ihrem Hauſe zu blei⸗ ben ja, ich glaube faſt, daß es ganz unmöglich iſt!

Kehren Sie ſich daran nicht, mein Freund: Alles bleibt, wie es geweſen iſt!

Wie der Herr Großhändler befehlen!

Albin war über dieſe letzte Wendung auf das Höchſte erſtaunt und konnte dieſelbe erſt vier Tage ſpäter richtig verſtehen, als an einem Vormittage der Principal in das Comptoir trat und öffentlich in ganz kurzem Tone äuſ⸗ ſerte:Herr Jentzel macht ſich bereit, innerhalb einer Woche zu ziehen!

Das habe ich ja ſelbſt eingeſehen! antwortete Albin mit unterdrücktem Aerger und auch Unruhe darüber, daß er jetzt wieder ohne Platz war.

Ja; doch ſehen Sie, entgegnete der Patron, indem er einen Blick auf die Anweſenden warf,in meinem Dienſte pflegt man ſich nicht aufzuſagen: ich ſelbſt gebe den Perſonen Abſchied, welche ich für untauglich halte, oder welche ſich ſonſt durch ein ſchlechtes Betragen meiner Gnade unwürdig gemacht haben!...

An dem Abende vor dem Abzuge, als Albin der ſeit der Kataſtrophe nicht mit am Tiſche gegeſſen hatte an der Thür des Beſuchzimmers vorbeiging, wurde dieſelbe leiſe zur Hälfte geöffnet, und ſeine bis⸗ herige Herrin ſteckte ihren ſchönen Kopf und ihre kleine Hand heraus.

Leben Sie wohl, Herr Jentzel! ſagte ſie leiſe mit etwas zitternder Stimme.Da mein Mann mir nicht erlauben will, von Ihnen Abſchied zu nehmen, ſo wage ich dieſes, um Ihnen zu ſagen, daß ich Ihnen alles Gute wünſche, und daß ich Sie nicht bedauere, weil ſie