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Schrecklich traten, gleich Geſpenſtern aus ihren Grä⸗ bern, aus dem umnebelten Haupte die Ereigniſſe nach einander hervor. Er erhob ſich langſam und warf die Augen auf den Sopha— dieſer war leer.
Der Gefährte, welcher eine Stunde vor Albin er⸗ wacht war, hatte ebenfalls, das heißt, in einer Art von Schattenſpiel, den Auftritt der letzten Nacht vor ſich geſehen; er hatte daher die Zeit ſogleich benutzt, und es war ihm gelungen, ſich hinweg zu ſchleichen, ohne daß ihn Jemand bemerkt hätte, als nur der Eine von den Knaben, der ihn hinaus ließ.
Albin trat vor den Spiegel: er entſetzte ſich vor dem Ausdrucke, den die Orgien der Nacht in Verein mit den gemaltſamen Gemüthserſchütterungen auf ſeinem Antlitze zuruckgelaſſen hatten.
„Was aber iſt das,“ murmelte er,„in Vergleich mit dem Flecken, den meine Ehre erhalten hat, in Ver⸗ Zleich mit der Anklage, die mein Gewiſſen macht, in Vergleich mit der Demüthigung, die eine Abbitte mir koſten muß— eine Abbitte, die vielleicht ganz ohne Erfolg bleibt? Vielleicht wartet meiner ein öffentlicher Schimpf— laß mich nachdenken: ſich an ſeinem Herrn vergreifen... das Geſetz iſt ſtreng in dieſem Falle... O, Fluch über dieſe elendigen Vergnügungen, welche die Sinne berauſchen und das Blut in Wallung bringen, ohne einen andern Gewinn zu geben, als im beſten Falle Leerheit und Erſchlaffung! Und tauſendfältiger Fluch über die verächtliche Schwäche, ſich nicht ſelbſt beherrſchen zu können, wenn der Zorn im Innern kocht!... Bin ich wohl darum mit Vernunft begabt worden, um ſie in der Erſtarrung liegen zu laſſen? Bin ich beſſer, als ein Thier, wenn ich nur dem Inſtinkte folge, und im Sinnestaumel mich wie ein Tollhäusler benehme?... O, o, wie wird ſie mich wohl beurtheilen— wie wird wohl der erbärmliche Kerl, vor dem ich nun bald ge⸗ zwungen bin, als ein demüthiger Sünder zu ſtehen, ihr
meinen Fehler geſchildert haben, und dieſer kann auch nur von dem Rauſche eine Entſchuldigung leihen— von


