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haben würde, wenn ſein erregtes Gemüth ihm geſtattet hätte, zu hören; doch hörte er nichts, denn der Zorn raubte ihm das Bewußtſein.
Eine Viertelſtunde ſpäter ſahen die im Nebenzimmer liegenden Knaben durch die Glasſcheibe an der Thür, daß das Licht, welches eine Weile hin und her geflackert hatte, ſchnell ausgelöſcht wurde; einige Minuten ſpäter war es ganz ſtill in dem Zimmer des zweiten Buch⸗ halters.
„Kann er darauf ſchlafen,“ ſagte der Eine von den Knaben,„da iſt ſein Muth wahrhaftig nicht klein— ich möchte für tauſend Reichsthaler nicht an ſeiner Stelle ſein!“
„Für tauſend Reichsthaler— nein, das glaube ich wohl!“ erwiederte der Andere,„denn der Patron murmelte ſo etwas von Feſtung: Du weißt vielleicht nicht, was es heißt, ſeinen Herrn mit Hieben und Schlägen zu überfallen?“
„Armer Herr Jentzel— er iſt und bleibt doch immer der beſte Buchhalter, den wir gehabt haben!“
„Ja; wenn wir nun aber als Zeugen auf das Rathhaus gerufen werden, ſo hilft es nichts, was wir meinen: die Wahrheit muß heraus!“
Achtundzwanzigſtes Capitel. Am folgenden Morgen.
Die Sonne ſtand ſchon hoch am Himmel, als Albin, der ſich angekleidet auf das Bett geworfen hatte, endlich erwachte und die Unordnung ſowohl ſeiner Perſon, als auch des Zimmers mit verwunderten Blicken maß. MNachdem er einige Minuten in den Annalen der verfloſſenen Nacht geforſcht hatte, wurde er erſt roth und dann blaß. 3


