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oft in dem Charakter des Knaben hervorleuchete, jetzt eine ſo gewaltſame Fahrt erhielt, daß dieſes Gefühl bei den ſich häufenden Beſchimpfungen ihn zu erſticken drohte, und nur mit der letzten Anſtrengung der Vernunft und der Selbſtbeherrſchung war es ihm möglich, die Fort⸗ ſetzung hervorzubringen—„Herr N..! ich bitte Sie in Gegenwart dieſer Zeugen um Verzeihung, daß ich durch meine Schuld die Nachtruhe dieſes Hauſes geſtört habe, und verſpreche, es ſoll eben ſo wahr, wie es das erſte Mal iſt, auch das letzte ſein!“
„Danke unterthänigſt! Sie meinen, es ſei genug, ſich ganz einfach zu entſchuldigen, als wäre ich Ihres Gleichen! Ich aber denke Ihnen mitzutheilen, daß ich in meinem Hauſe keine Bacchanalien leide; und wer es wagt, auf dieſe Weiſe ſeinen Herrn zu beleidigen, indem er ſich ſelbſt erniedrigt, der wird von mir ebenſo behan⸗ delt, wie meine Knechte!“
Bei dieſen Worten ließ Herr N.., deſſen Kühnheit durch Albin's vorhergangene Nachgiebigkeit geſteigert worden war, ſich zu einer Handlung verleiten, die bei ihm gar nicht ſo ungewöhnlich war: er gab nämlich Albin einen Stoß, ſo daß dieſer, der auf eine ſolche Grobheit gar nicht vorbereitet war, rücklings auf den im Sopha liegenden Sünder ſiel.
Jetzt war es aus mit Albin's Vernunft.
„Elender Jammerlappen! wenn ein Herr das Recht hat, den fehlenden, um Verzeihung bittenden Diener auf dieſe Weiſe zu lohnen, ſo müßte dieſer eben ſo feige und elend ſein, wenn er damit zufrieden wäre, daß man ihn behandelt, wie einen Hund! Nehmen Sie dieß, Herr, und denken Sie künftig daran, wenn es Ihnen wieder einfällt, Ihre Buchhalter wie Ihre Knechte zu behandeln!“ Und hiemit brannten ein Paar gewaltige Ohrfeigen auf den Wangen des Herrn N.., und unmittelbar darauf wurde ſeine werthe Perſon, ganz ohne ſein Mitwirken, zur Thür hinaus verſetzt und dieſe von Albin zugemacht.
„Gut— wir treffen uns morgen!“ ſchrie Herr N.. mit einer Stimme, welche gewiß Albin's Blut abgekühlt


