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zu ertappen; denn gegen ſolche Charaktere, wie Albin, hegte Herr N.. einen inſtinktartigen Widerwillen. Man kann ſich daher denken, daß ihm jetzt die Gelegenheit um ſo willkommener war, als er(zufolge der zwiſchen Albin und der jungen Frau gewechſelten unſchuldigen Blicke) den Jüngling wirklich haßte.
Wir ſagten: Herr N.. ſtand dort gleich dem Teufel vor dem gefallenen Menſchen— und wir müſſen geſtehen, daß Albin in dieſem Augenblicke, mit der Schamröthe auf ſeinen Wangen, mit geſenktem Blick und unſicherer Haltung, dem letzteren Bilde vollkommen entſprach.
„Was zum Teufel geht hier vor?... Holl a draußen!“ Zwei Comptoirjungen, die in dem angrenzenden Zimmer lagen, ſprangen ſchlaftrunken auf und eilten über Hals und Kopf herein.„Seht hier Etwas, das ich ſchon längſt erwartet habe— ha, ha, ha! Meinem Tugend⸗ mußte iſt die beſchwerliche Maske zu ermüdend gewor⸗ den, und jetzt kommt er nach Hauſe, um mitten in der Nacht Unweſen zu machen und mit ſeiner liederlichen Geſellſchaft das ganze Haus zu wecken.“
„Ruh'n wir bei dieſer Quelle Und ne geſpickte Beckaſſin'!“
„Gott verdamm einen ſolchen Auftritt in dem Hauſe eines ehrlichen Mannes!... Kennen Sie den Reſpect, Herr?— können Sie nicht draußen auf der Straße liegen bleiben, bis Sie den Rauſch ausgeſchlafen haben? Sie ſind ja faſt eben ſo beſoffen, wie der elende Wicht dort!... Haben Sie keine Sprache im Munde, Herr?“
„Rheinwein und Pimpinelle...“
„Nein, das geht allzu weit: ich muß die Hülfe der Polizei anrufen, um das Haus rein zu machen!... Elender Heuchler, entarteter Jüngling, welches Beiſpiel geben Sie dieſen anſtändigen Knaben!“
„Herr N...!“ ſtotterte Albin— aber er ſtotterte nicht bloß darum, weil er getrunken hatte, ſondern da⸗ rum, weil die Heftigkeit, die Anlage zum Zorn, welche


