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Drittes Capitel. Während der Hundewache.
Um Mitternacht hatte der Wind zwar zugenommen, war aber keineswegs in Sturm übergegangen, wogegen hin und wieder ein Regenſchauer den dichten Nebel, welchen Halwar ſchon bemerkt hatte, noch dichter machte.
An dem Steuerruder ſaß der alte Seemann eben ſo unbeweglich und ſtill, wie das Bild des heiligen Olof vorne an dem Gallion, während die jungen Matroſen in ſichtbares Nachdenken verſenkt, ſich in die Kappe lehnten. Die Südweſte(Hüte) und die mit Oel beſtrichenen Röcke machten, daß ſie wenig auf die Unannehmlichkei⸗ ten des Wetters Achtung gaben.
„Rasmus! geh' Du nach vorne und halte Ausguck — Tönne kann zu Koj gehen, bis ich ihn purre!“ ſagte Halwar, indem er gleichſam aus einem wachenden Traume, vielleicht auch von einem Schläfchen erwachend, ſich aufrichtete und um ſich blickte.
„Wozu ſollte es wohl dienen Ausguck zu halten, wenn man nicht Hand vor Augen ſehen kann?“ ant⸗ wortete Rasmus, ohne ſich von der Stelle zu bewegen.
Halwar ſchwieg, denn er fand die Anmerkung richtig; einige Minuten ſpäter wiederholte er aber den Befehl an Tönne, verwundert, daß dieſer auf dem Verdecke blieb, obgleich er keine Wache hatte.
„Ich fühle, daß ich heute nicht ſchlafen kann, darum verlohnt ſich's der Mühe nicht zu verſuchen!“
„„Was iſt Euch denn angekommen? warum ſeid Ihr beide ſo niedergeſchlagen?“
„Wißt Ihr was! Halwar?“ ſagte Tönne, indem er ſeinen Platz verließ und ſich ſo dicht wie möglich an Halwar drängte,„uns iſt etwas begegnet!“
„Was denn? Ich habe nichts bemerkt.“
„Aber Rasmus und ich, wir haben bemerkt— könnt Ihr rathen was?. Seht, als wir das Treibſegel
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