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Holgerſen antwortete nicht; nachdem er aber die Leine heraufgezogen und einen großen Dorſch hingewor⸗ fen hatte, gab er dem Halwar Jenſen einen Wink und begab ſich wieder in die Kajüte, wohin dieſer ihm bald folgte.
„Was iſt Deine Meinung?“
Der Capitain Holgerſen äußerte dieſe Worte, indem er mit einem Pfropfenzieher gleichgültig den Lack von einer Weinflaſche abklopfte.
Jenſen verſtand den Ideengang ſeines Herrn voll⸗ kommen und antwortete, ohne zu ſtottern:„Ich meine, Herr Capitain, wenn es nun einmal nicht anders ſein kann, als daß dem Schooner ein Unglück zuſtößt, daß dann nur die Fiſchmöven und die Meeradler ein Zeugniß ablegen können von Demjenigen, was hier vorgeht, ſo lange die Windſtille dauert.“.
„Hm!“ Der Capitain wiſchte mit ſeinem Schnupf⸗ tuche die kleinen Stücke Kork ab, welche an dem Halſe der Flaſche ſitzen geblieben waren, und goß darauf den Wein in ein Bierglas, welches er zur Hälfte füllte und dann koſtete.„Das iſt gar nicht übel... aus ächten Trauben gepreßt— nicht verfälſcht.... Warum ſagteſt Du: wenn es nun einmal nicht anders ſein kann?“
Halwar ſchüttelte den Kopf mit einem gewiſſen ver⸗ legenen Ausdruck; die Frage ſchien ihm ſichtbarlich Schwierigkeiten zu verurſachen.
„Du haſt Deine Bedenklichkeiten?“
„Bedenklichkeiten— hm!— das glaube ich wohl! 8 A Ißnen ſ ein(Kaſrtr 5 15. 1 Ich viſ Ihnen ſagen, Herr Capitain, es iſt ſo, daß...
„Gut, gut! Kann ich auf Dich zählen— oder kann ich nicht auf Dich zählen?“
„Und Sie wiſſen gewiß, daß...“
„Ich weiß ganz gewiß, daß ſie es iſt, und noch gewiſſer, daß ſie eine koſtbare Ladung Stückgüter nach Göteborg führt. Ich kenne La belle Coquette aus alten Zeiten. Sie hat ſich viele Jahre lang mit der Schmuggelei die Zeit vertrieben 3 und da ſie bis jetzt die Wachſamkeit der Zollbeamten getäuſcht hat, ſo wäre es


