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Waldemar Klein : schwedische Original-Novelle ; drei Theile / von Flygare Carlén
Entstehung
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Tröſtet von K. Ich weiß, daß er auf ſeine Art mich betrauern wird. Danket Brink für ſeine Freund⸗ ſchaft; ſie war mir theuer.

Eine tiefe Stille folgte, nur von Mariens Schluchzen unterbrochen.

Waldemar! rief Julie plötzlich und mit Kraft. Er beugte ſich zu ihr nieder; ihr Blick lächelte Frieden gegen ihn; ſanft drückte er einen ſeuß auf die erbleichenden Lippen. In dieſem Kuße, der Leben und Tod verband, verhauchte Julie St-hal den letzten Seufzer ihres freu⸗ denarmen Lebens.

Sieh! Mama iſt eingeſchlafen, ſagte die Kleine, und zupfte Marie am Kleide.Liebe fremde Frau! wecke ſie doch auf; Hortenſe will nicht allein mit dir ſein.

Laut weinend drückte Marie den unſchuldigen Engel an ihre Bruſt.

Komm, meine Kleine, und gehe mit mir, ſagte ſie ſchmeichelnd.Mama will, daß du deinen kleinen Spielkamaraden ſehen ſollſt. Klein war aufgeſtanden.

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Mit männlicher Selbſtbeherrſchung erſtickte er ſeine Em⸗

pfindung, nahm die ſeiner Pflege anvertraute zarte Pflanze auf den einen Arm, bot ſeinem wankenden Weibe den andern, und verließ mit ſäumendem Blicke die Ruheſtätte der Verklärten.

Acht Tage nach dieſen traurigen Begebenheiten trat

der Doctor mit ſeiner Familie die Reiſe nach Knaper⸗

gaarden an. Der ſchwarze Leichenwagen, der die ir⸗ diſche Hülle der Baronin v. K, einſchloß, folgte in einiger Entfernung nach. Brink, der durch einen Eilboten unter⸗ richtet war, an welchem Tage der Trauerzug eintreffen würde, begegnete ihnen auf dem halben Wege. Seine Rührung war eben ſo tief und wahr, als ſie ruhig und gefaßt erſchien. Er überredete den Doctor, die Reiſe ſei⸗

ner Umgebung willen ſchneller fortzuſetzen, und folgte