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Waldemar Klein : schwedische Original-Novelle ; drei Theile / von Flygare Carlén
Entstehung
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Ungeduld und Unruhe betrachte, und dann mein Kind, meinen einzigen ſüßen Troſt in dieſen langen, leidreichen Stunden! Wie wünſchte ich nicht da, daß Sie, Herr Brink, wie einſt in früheren Tagen, bei mir ſitzen und mir die Zeit mit Leſen verkürzen möchten! Ich habe Niemand, der mir die langſam dahinſchleichenden Mi⸗ nuten erheitert. O, wie ſehr vermiſſe ich den Umgang des edeln, feinfühlenden Sterner! Sie kennen ihn aus meinen Beſchreibungen, und aus All dem, was zwiſchen von K— und ihm vorgefallen iſt. Dieß iſt eine Sache, die meine menſchlichen und weiblichen Gefühle gleich ſchrecklich aufgeregt hat. Gott möge von K. dieß verzeihen, ſo gewiß, als ich weiß, daß der Edle ihm verzeiht! Er hat ſich nun über anderthalb Jahre im Aus⸗ lande aufgehalten.“

„Aber ich hätte beinahe vergeſſen, Ihnen zu der neulich ſtattgehabten Veränderung in Ihrem Lebens⸗ gange Glück zu wünſchen. Doch Sie wiſſen und füblen, daß ſich Niemand für Ihr Glück mehr intereſſiren kann als ich. Und einen Bürgen dafür, daß dieſes wahr und dauerhaft ſein wird, beſitze ich in Ihrem edlen Herzen und in Ihrem von mir ſo gut gekannten Gemüth, das bei den böſen Stürmen des Lebens die Eiche ſein wird, an die ſich die ſchwache Ranke lehnt. Aber Brink!— —— doch darum brauche ich Sie nicht zu bitten. Der, welcher ſeit vielen Jahren mein unbeſchränktes Vertrauen gehabt hat, kann das wechſelnde Blatt von den Schickſalen meines Lebens nicht fremde Blicke durchſehen laſſen. Ich möchte nicht für den Reſt meiner gezählten Tage, daß Guſtav und Karoline den wirk⸗ lichen Schmerz meines Daſeins ahnten. Sie haben mich immer unrichtig beurtheilt, und nie ſollen Sie er⸗ fahren, nicht einmal dann— geloben Sie mir das Brink!— wenn dieß Herz erkaltet iſt, wie warm es einſt ſchlug. Ach, bald liegt es und friert im— verwelkten

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Buſen; dann iſt es vorbei— vorbei!“———