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Waldemar Klein : schwedische Original-Novelle ; drei Theile / von Flygare Carlén
Entstehung
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während unſerer ſpätern Reiſen in’'s Bad entdeckt, daß er ein leidenſchaftlicher Liebhaber des Spiels iſt. An⸗ fangs ſuchte er dieß vor mir zu verbergen; doch jetzt legt er ſich hier ebenſo wenig Zügel an, als in andern Fällen, die dazu beitragen, meine Ruhe und die zu dinen frühzeitigen Umſturz ſich neigende Hütte zu unter⸗ graben.“

„Was wird aus meiner Hortenſe werden? Wenn ich nur einmal wieder mein liebes Knapergaarden ſehen dürfte! Dort will ich ſterben, wo ich die froheſten Stunden meines verſchwundenen Lebens genoſſen habe. Ich will wiederſehen— doch gleichviel, der Wille deſſen geſchehe, der unſer Schickſal zum Beſten lenkt. Als Gatte iſt von K— in unſerem häuslichen Leben noch immer gut und aufmerkſam auf ſeine Art; aber er kann ja nicht dafür, daß unſre Herzen nicht in dieſelbe Form gegoſſen ſind; und in Wahrheit, Brink! Sie mein einziger, guter und redlicher Freund, Sie wiſſen, daß mein Gemüth und mein Herz nicht ſo geſchaffen waren, um irgend Einen glücklich machen zu können. Mein Leben war ein beſtändiger Streit zwiſchen den wechſel⸗ weiſe vorherrſchenden Elementen in meiner Natur. Es hätte anders ſein können, doch iſt es ſo gut wie es iſt; denn Er iſt glücklich und das iſt genug.“

„Doch ich komme auf meinen vorigen Gegenſtand zurück. Wie zittre ich vor Ihren Worten, daß, wenn mein Mann dieſes verſchwenderiſche Leben fortſetze, ſogar das Grundeigenthum nicht einmal einige Jahre mehr reichen werde! Alles das iſt hart, ja, gräßlich! Mit ihm zu ſprechen, iſt fruchtlos; aber, lieber Brink, ver⸗ zögern Sie den Verkauf noch, ſo lange es möglich iſt. Wer weiß, wie lange noch mein phyſiſches Leben dauern mag! Gewiß erlebe ich den Herbſt nicht, und im Fruͤhling wollen wir darüber ſprechen; denn ich will in meinem lieben Knapergaarden ſterben. Wie nahe iſt nicht mein Herz daran, zu brechen, wenn ich K— 6