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und Kunſt. Noch einmal ſtand ſie auf; aber die Roſen waren auf immer von ihren Wangen, die Lebhaftigkeit aus ihrem Gemüthe, der letzte Schimmer einer froheren Zukunft aus ihrem halb erſtarrten Herzen geflohen— Nur im Lächeln ihres Kindes fand ſie einen Erſatz für alles das, was ſie täglich zu bekämpfen und zu leiden hatte. Der Rittmeiſter reiste etwas ſpäter allein nach Knapergaarden, um mit ſeinem Schwager die Angelegen⸗ heiten in Ordnung zu bringen. Brink wurde auf Ju⸗ liens ausdrücklichen Wunſch vom Baron auserſehen, ſeine Geſchäſte ſo lange zu führen, bis das feſte Eigen⸗ thum, das ihm zufiel, in Geld verwandelt ſein würde. Dieß konnte jedoch nicht ſo leicht bewerkſtelligt werden, und Brink verſicherte den Baron, daß wenigſtens ein paar Jahre hingehen würden, ehe die weitläufigen Geſchichten ſeinem Wunſche gemäß abgemacht werden könnten. Der Rittmeiſter reiste bald wieder nach Stockholm zurück, wo er ſeine Frau in demſelben ſchwachen Zuſtande fand, in dem er ſie verlaſſen hatte. Nun wurden mit großen Un⸗ koſten und wenig Nutzen Brunnen und Bäder beſucht. Sie war und blieb ſich gleich, beſtändig kränklich und todt für die Freuden und Annehmlichkeiten des äußeren Lebens. Ein halb Jahr ſpäter erhielt Brink, der immer in Briefwechſel mit ihr geſtanden war, folgende Zeilen von ihr: „Ihren Wunſch, lieber Brink, möchte ich, Gott weiß es, gerne erfüllen, wenn nicht um meinet- ſo doch um meiner armen Tochter willen, aber eben ſo leicht könnte man einen Gießbach durch ein kleines Bretter⸗ ſtück zu dämmen verſuchen, als durch Bitten und Vor⸗ ſtellungen den Lauf von K— s unglaublicher Verſchwen⸗ dung aufhalten. Nein, dieſe haben keine Wirkung, wenn nicht hie und da gerade das Gegentheil. Seit meines Vaters Tod, und ſeitdem mein Mann einen be⸗ trächtlichen Theil des Erbes in Beſitz genommen hat, ſieht er jede Zurückhaltung für überſtüſſig an. Ich habe


