Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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Die guten Tage waren auch, im eigentlichen Sinn des Worts, vorüber

Die Folgen der Badereiſen nagten Tag für Tag an des Kammerers Herzen. Nicht allein, daß er thörichter Weiſe ſein Geld zum Fenſter hinaus geworfen, welche Ausgabe noch dadurch bedeutend erhöht ward, daß nach der Rückkunft in die Stadt eine Menge Rechnungen von den Modehändlern einliefen, welche bei den großen Zu⸗ rüſtungen für die wichtige Reiſe hilfreiche Hand hatten leiſten müſſen nein, dies war es nicht allein, was ihn grämte: ſein Kummer lag tiefer, denn Liſa wurde jetzt faſt von Stunde zu Stunde ſchlimmer und boshafter. Sie machte ſich ordentlich ein Geſchäft daraus, den Al⸗ ten auf alle Weiſe zu peinigen; und wehe ihm, wenn er eine Klage laut werden ließ!

Mit jedem Tag zog ſie die Zugel der Hausgewalt ſtraffer an, und am Ende ſaß der Alte nur noch wie ein Schatten in dem bouteillengrünen Oberrock an dem Fenſterſpiegel auf der Wache, und wartete auf die An⸗ kunft ſeiner alten Plagegeiſter, des Lieutenants und des muſikaliſchen Herrn B, welche trotz Liſas Verſprechen, in Ermangelung von etwas Beſſerem, wieder zu Gnaden aufgenommen worden waren.

Wenn der Kammerer ein Mal zu ſeufzen wagte laut zu klagen hatte er ſchon lange nicht mehr die Cou⸗ rage fuhr Liſa beleidigt auf:Na, was haſt Du denn wieder für ein Geächz! Kannſt Du vielleicht ſa⸗ gen, daß Du nicht vollkommen glücklich ſeyſt?

Der arme Laßman hatte dieſen Ton und haupt⸗ ſächlich dieſe Frage, welche, mit Nein beantwortet, in einem ganzen Wolkenbrüche von Beweiſen des Gegen⸗ theils überſchüttet hätte dergeſtalt fürchten gelernt, daß er kaum hoöͤrbar antwortete:Ja, gewiß bin ich glücklich, mein Schatz, ſehr glücklich! aber heimlich wünſchte der müde Greis im Grab zu liegen. Wie