Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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Muhme Mallas frühere Herrſchaft... verlobt mit einem Fräulein..! Liſa wirbelte der Kopf.Ja, ja, der übermüthige Wetterquiſt trug ſchon als armer Notarius die Naſe ſo hoch, daß er jetzt, wo er mit Gräfinnen und Fräulein zuſammenkommt, ſich freilich nicht viel um mich kümmern wird!

Liſa warf ſich in die Sophaecke; um ihren Schmerz zu erleichtern, ergötzte ſie ſich damit, ihre Spitzenhaube in Stücke zu reißen, die Blumen im Zimmer umherzu⸗ ſtreuen, und an ihrem Perlenhalsbande zu zerren, bis es entzwei ging, und die Perlen auf dem Boden umher⸗ rollten: dann weinte ſie vor Zorn, daß nach ſo vieler Mühe und Arbeit ihre reiche Ausſaat auf felſigem Boden verdorren ſollte. Ob ſie nur ausging oder nicht bei⸗ des konnte ihr blutwenig helfen: wenn auch einige Leute zu ihrer Höhe heraufblickten, ſo waren dieſe doch von ſo geringer Bedeutung, daß es nicht der Mühe lohnte, ſich um ihre Aufmerkſamkeit zu bewerben.

Um ihr unter ſolchen Umſtänden nicht im Wege zu ſeyn, hatte ſich der Kammerer in ſeiner Herzensangſt in das andre Zimmer zurückgezogen, als es an der Thüre klopfte.

Liſa fuhr zuſammen.; ihre Wangen überſlog ein brennendes Roth.Wenn Er es wäre, wenn Er käme und mir den Vorſchlag machte, mich bei Gosfens vor⸗ zuſtellen Gott, wie klopft mir das Herz!

Es war in der That Wetterquiſt. Aber was für ein Geſicht, was für eine Kälte wie vornehm! Liſa war völlig aus dem Koncept.

Ich bitte um Vergebung, Madame, iſt der Herr Kammerer zu Hauſe?

Außer Stand zu antworten, zeigte Liſa auf das innere Zimmer. Wetterquiſt ging hinein. Sie hörte, daß er höchſt artig mit dem Alten redete, ihm eine alte Schuld abtrug und Glück zu ſeiner Badkur wünſchte;