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reputirlich an!“ Sie ſelbſt bot alle Toilettenkünſte auf, um ihre perſönlichen Reize zu erhöhen und begab ſich am Arm des Alten auf die Promenade.
Plötzlich fühlte ſie ſich von einem neuen, nichts weniger als angenehmen Gefühl ergriffen, denn es war das peinlichſte für ein gefallſüchtiges Weib: Neid. Am Ende der Allee erſchien unter einer großen Geſellſchaft eine junge hübſche Dame, umgeben nicht allein von Liſa's entflohenen Anbetern, welche hier nur eine kaum bemerkte Schleppe zu ſeyn ſchienen, ſondern auch von einem Paar Offiziere, und, was das Schlimmſte von Allem war, die Beneidete ging am Arm von Liſa's früherm Liebhaber, dem Diſtriktsrichter Wetterquiſt. Zwei nobel gekleidete ältere Damen, von denen namentiich die eine beſonders vornehm ausſah, und ein Herr mit einem Ordensband im Knopfloch gingen zur Seite und zehn Schritte hinterher folgte ein Diener in glänzender Livré mit den Mänteln.... Liſa hatte Zeit genug, die Geſell⸗ ſchaft zu betrachten, welche ihr entgegenkam.„Wie fang' ich es an, in ihre Geſellſchaft Zutritt zu erhalten?“
„Und wie in des Herrn Namen iſt der hochmüthige Laffe Wetterquiſt dazu gekommen. Aus alter Bekannt⸗ ſchaft könnte er mir wohl dazu behülflich ſeyn. Ich darf ihn nicht ſo kalt grüßen, wie ſonſt.“ In dieſe wichtigen Speculationen vertieft, hörte ſie nicht einmal, was ihr Alter ſagte; er klagte über Müdigkeit und wollte nach Hauſe. Aber Liſa ſchleppte ihn unbarmherzig weiter. „Sie können es nicht umgehen, mich zu grüßen— viele der Herren kennen mich; und Wetterquiſt....“ Aber, o Schmerz, o Pein, was für ein Gruß! Der Notarius
— er, der ſeine Röcke in der Trödelbude ihrer Mutter
verkaufte und einſt zu ihren Füßen lag— er hatte nur Augen für ſeine hübſche Nachbarin, die liebenswürdige Mathilde Lindfelt und beachtete kaum das ungleiche Ehe⸗ paar: erſt nachdem ſie beinahe vorüber war, bemerkte


