Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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geſchmeichelten Eitelkeit entging auch keineswegs, daß ihr Aeußeres gar keinen unangenehmen Eindruck machte.

Ich opfere mich aber doch wahrlich ganz und gar für Dich! ſagte ſie zu ihrem Mann, als ſie ſich damit unterhielt, durch die Jalonſien die jungen Herren zu be⸗

trachten, welche vor ihrem Fenſter Parade machten; aber

unter dieſen Dandys befand ſich leider noch kein Graf oder Baron, nicht einmal ein ſimpler Edelmann oder Offizier mit intereſſantem Schnurrbart. Und ſo etwas mußte es doch nothwendig ſeyn, ehe ſie ihr ſtrenges In⸗ cognito aufgab.

Ich opfere mich doch wahrlich ganz und gar für Dich, liebes Männchen: ich beſuche keinen Ball und keine Geſellſchaft ich lebe blos meiner Pflicht!

Ja, das iſt ein gutes Leben, ein ſehr ſchönes Leben! ſagte der Kammerer, welcher wieder ganz le⸗ bendig zu werden begann.Eine ſo gute Woche hatte ich ſeit unſerer Verhelrathung nicht. Aber Du ſitzeſt ſo ſelten neben mir, Du hältſt Dich immer am Fenſter; bald gehen die Jalouſien auf, bald nieder Du kennſt ja doch keinen Menſchen.

Es kann deßwegen doch ganz luſtig ſeyn, nach ihnen zu ſehen Du wirſt doch nicht ſo unbillig ſeyn, mir dieß verwehren zu wollen? Es macht mir ſo viel Spaß, all' die verſchiedenen Frauenzimmerhüte zu ſehen: es iſt kein ſo hübſcher drunter, wie nur mein Reiſehut.

Der Kammerer ſchwieg geduldig; ſie hatte ja ſo viel gethan.

Aber auf einmal waren alle Bewunderer Liſa's gleichſam wie weggeblaſen, ohne daß ſie ſich den Grund dieſes Mißgeſchicks denken konnte wiſſen mußte ſie es aber; denn die Sache war zu wichtig, um ſich darüber hinwegzuſetzen.

Wir wollen heute ein wenig ſpazieren gehen, lieber Mann, ſagte ſie zu ihm;zieh' Dich aber ein Bischen