Dich auf alle Zeit von Deinen ſogenannten Plagegeiſtern befreit zu wiſſen.“
„Aber dieſer Vortheil ruinirt mich!— Das iſt ſo gewiß als Ja und Amen!“
„Du wirſt nicht ruinirt. Auch ſoll dieß der aller⸗ letzte Beweis ſeyn, welchen ich von Deiner Güte für mein Vergnügen begehre. Gehſt Du darauf ein, wie ich von Deiner Klugheit für unſer beiderſeitiges Beſte hoffe, ſo will ich ein wahrer Engel an Güte und Zärt⸗ lichkeit werden und nie von Deiner Seite weichen; biſt Du hingegen eigenſinnig, ſo haſt Du es Dir ſelbſt zu⸗ zuſchreiben, wenn Du keinen Engel kriegſt und Deine Plagegeiſter behältſt.“
Nach dieſer Erklärung verließ ſie ihren Mann, mit der Verſtcherung, daß er nach dem Kaffee gewiß ſelbſt die Vortrefflichkeit ihres Vorſchlags einſehen werde.
Die Ueberlegung des Kammerers dauerte nicht ſo lang, als man in einem für ſeine Kaſſe ſowohl als für ſeine gewohnte Lebensweiſe ſo außerordentlichen Fall hätte denken ſollen, denn er kalkulirte folgendermaßen: „Gebe ich ihrer Thorheit nach, dann kann ich wenig⸗ ſtens möglicherweiſe hoffen, daß ſie mich meine übrigen Tage in Ruhe verleben läßt. Mitnehmen kann ich doch nichts, und das Glück, die Taugenichtſe nicht mehr um ſie ſehen zu muſſen, iſt freilich ein Opfer— wenn auch ein unerhörtes— werth. Gebe ich aber nicht nach, ſo peinigen mich alle Drei in Kurzem zu Tode. Ich muß — dabei ſeufzte der Alte tief— ich muß dabei an mich ſelbſt denken!“
Damit ſchloß der Kammerer ſeine Betrachtung; aber es ging ihm ein ſchrecklicher Stich durch das Herz, als die Zuſage über ſeine Lippen ging.„Wenn Du mich betrügen könnteſt?“ ſeufzte er.
„Ich betrüge Dich nicht, mein armer Alter! Ein ſo herzloſes Geſchöpf bin ich nicht!“ Damit ſchloß ſie
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