Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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Sie hatte kein glückliches Lied gewählt; ſie vergaß ſicherlich, wie viele bittere Erinnerungen ſich daran knüpfen mußten.

Sie legte das Inſtrument weg und beide Gatten blieben ein paar Minuten ſtumm. Liſa ſchien einen Dank dafür zu erwarten, wie ſie ihn bei der geringſten Artigkeit zu fordern gewohnt war; aber dießmal täuſchte ſie ſich indeſſen verſchlimmerte. ſich ihre Laune kei⸗ neswegs.

Wenn Deine Geſundheit fortwährend ſo ſchwan⸗ kend bleibt, ſagte ſie und kam mit ihrem Stuhl näher an den Sopha,ſo ſollten wir doch ein kraftigeres Mittel dagegen verſuchen, ſonſt kommſt Du ganz von Kräften... Aber es iſt auch wahr, Du haſt Deinen Kaffee noch nicht! 8

Was iſt das, was ſoll das bedeuten? Ein kräf⸗ tiges Mittel, eine Taſſe Kaffee! Bei ſeinem ſtets zu⸗ nehmenden Argwohn ſah der Alte mit jedem Tage ſchwärzer.Ich nehme nichts ein! rief er eifrig.

Du wirſt Dir doch nicht einbilden, daß ich Dich vergiften wolle? Liſa brach in ein unauslöſchliches Gelächter aus.

Das mag der Teufel wiſſen; ſo dumm wirſt Du freilich wohl hoffentlich nicht ſeyn. Was haſt Du denn aber mit dem kräftigen Mittel gemeint? Ich dachte, meine Geſundheit liege Dir nicht ſo gewaltig am Herzen.

Du glaubſt dieß, weil Du mich immer verkennſt: wie Du mir immer und von jeher Unrecht thuſt. Allein ich bin es ſchon gewohnt und beklage mich nicht mehr darüber. Gerade Deiner Geſundheit halber wollte ich, daß wir in ein Bad reisten. Ich will nicht läuanen, daß ich es eines Theils auch meinetwillen wünſchte: meine Nerven haben durch den Kummer und die Un⸗ ruhe in der letzten Zeit fürchterlich gelitten und ich bin gewiß, daß eine ſolche Reiſe unſer Beider Geſundheit wieder herſtellen würde.