Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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Liſa's Verſuche, ihren Geſellſchaftskreis mit einigen gebildeten Frauenzimmern zu vermehren, liefen ebenfalls unglücklich ab. Sie hatte alle Mühe, ihre früheren Bekanntſchaften zu erhalten, beſonders als ſie mit einer Dame von ziemlich zweideutigem Ruf in ein vertrau⸗ liches Verhältniß trat. Der Alte ſuchte zwar dagegen einige Einwendungen zu machen; aber, wie gewöhnlich, fanden ſie kein Gehör.Ueber die armen Frauenzimmer geht es beſtändig los; erwiederte ſie, und meinte, ſie werde ſich nichts um die Kiſtermäuler kümmern, und ihren Umgang wählen, wie es ihr geſiele!

Neunzehntes Kapitel. Damit der Schluß nicht vorher bekannt wird, hat dieſes Kapitel keine Ueberſchrift.

Gegen das Frühjahr befiel unſern Kammerer eine bedenkliche Engbrüſtigkeit. Bei dem beſten Willen ver⸗ mochte er Liſa nicht mehr überall hin zu folgen; er konnte nur ſeinen alten Platz am Fenſter hüten, um, zur Vermehrung ſeiner Leiden, in dem Reflexionsſpiegel Jagd auf die gewöhnlichen Morgenviſiten zu machen.

Nun kommen meine Plagegeiſter wieder, murmelte er ganz leiſe, und Liſa, welcher das Geſicht ihres Alten der beſte Reflexionsſpiegel war, trat jedes Mal, ſo oft ſie ſeine wachſende Unruhe wahrnahm, vor den großen Wandſpiegel, um ihre Locken in Ordnung zu bringen, das Häubchen zurecht zu ſetzen und den Shawl auf die verführeriſchſte Weiſe zu drapiren Alles ohne die min⸗ deſte Rückſicht auf den Alten, unter ſeinen Augen.