Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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Auf die Rückſeite dieſes Billets, welches er noch an demſelben Abend erhielt und wieder abſandte, ſetzte er blos die Worte:Ich komme nicht. Der Zauber iſt gelöst und weder Koketterie noch Bitten werden ihn erneuern! N.

Liſa wüthete vor Aerger jetzt erſt kam es ihr vor, als ob ſie Roſell liebte; nachdem ſie, ungeachtet ihres Stolzes, mehre Schritte zur Verſöhnung gethan, faßte ſie den erleuchteten Entſchluß, zu zeigen, daß ſie, wenn ſie nur wollte, eine ganze Suite von Liebhabern haben könne. Alle ihre Angriffe auf Roſell blieben indeſſen erfolglos, denn er hatte jetzte andere Plane im Kopf. Dadurch, daß er jetzt Liſa vermied, gewann er des Kammerers frühere Achtung und ſein Wohlwollen wieder, und als er ſich ſogar bald darauf mit dem hübſchen Pfarrtöchterchen verlobte und nach einem halben Jahr Hochzeit machte, auch ihn bis auf Heller und Pfennig bezahlte hatte er wieder das vollſte Vertrauen deſſelben.

Ein Mal auch kam Roſell im Vorbeigehen zu dem alten Kammerer, um mit ihm, wie früher, ein Stündchen auf ſeinem einſamen Kämmerlein zu verplaudern. Der

junge glückliche Ehemann hörte mit bewundernswürdiger

Geduld die Klagen des Alten an und machte ſich nun⸗ mehr kein Gewiſſen daraus, ihm einen oder den andern Wink über die Handhabung der Hausherrlichkeit zu geben. Allein dieß half leider jetzt nichts mehr; der Alte ſtand zu ſehr unter Liſa's eiſernem Szepter und war nicht im Stande, ſich je mehr zu ſeinem alten Ton emporzu⸗ ſchwingen.

Nachdem Liſa alle Hoffnung verloren, Roſell wieder an ihren Triumphwagen zu ketten, machte ſie den Ver⸗ ſuch, ſich mit ihm und ſeiner jungen Frau auf einen freundſchaftlichen Fuß zu ſtellen; allein auch dazu ſchien dieſer keine Luſt zu haben, indem er es nicht für gerathen hielt, ſeine Frau in ſo gefährlicher Umgebung zu wiſſen.

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