228
„Ja, ich ſehe ſchon, wo das hinaus will— daß der Windflügel beſtändig da ſitzen und Dir Lektion ge⸗ ben kann! Iſt er nicht ohnedies oſt genug hier! Nein, Liſa, daraus wird Nichts: ich erkläre Dir ein für alle⸗ mal, daß ich mich darauf nicht einlaſſe.“
„Thue was Du willſt— morgen ſoll dennoch ein Inſtrument hier ſeyn! Die Summe iſt nicht groß, und ich bekomme ſchon ſo viel auf Kredit— und Unterricht nehme ich, bei wem es mir beliebt.“
„ Aber ich verbiete es Dir, Liſa!“
„Was wird Dir's helfen, wenn Du es auch ver⸗ bieteſt? Was willſt Du denn machen, wenn Herr B— herkömmt und wir uns zum Klavier ſetzen? Kannſt Du ihn denn hinauswerfen, oder kannſt und darfſt Du nur einmal in ſeiner Gegenwart Deine dumme Eiferſucht laut werden laſſen?“
Tief bekümmert, gebeugt von Furcht und haupt⸗ ſächlich von Eiferſucht, ſeiner größten Qual, lehnte der Kammerer ſeine Stirne an den Kachelofen; er wollte überlegen, ob nicht ein Mittel zu finden ſey, um Liſa Raiſon zu lehren, allein ehe er etwas ausfindig machte, — was auch gar nicht leicht war— ging ziemlich ge⸗ räuſchvoll die Thüre auf, und der goldgelockte Lieutenant, für den Augenblick einer von Liſa's vertranteſten Freun⸗ den, trat in Begleitung des eben erwähnten muſikaliſchen Herrn B— in das Zimmer.
Liſa erhob ſich höchſt anmuthig; die Herren grüß⸗ ten die hübſche Wirthin mit einer Nonchalance, welche ein ſtrenger Kritiker vielleicht für etwas zu frei ange⸗ ſehen haben möchte, verbeugten ſich im Vorbeigehen nachläßig gegen den Hausherrn— und zogen ohne wei⸗ teres ein paar Tabourets an den Sopha— nun begann ein Geſpräch, voll blühenden Unſinns, welches übrigens unſere gute Liſa für höchſt geiſtreich hielt.
Der Kammerer, welcher weder an dem Geſpräch
Theil konnte Zeit brenne da w Menſe konnte allen ten, hatten partie ten— liche ſalbad gewäl 2 junge ſo con ſo un glaube Wort wir e mir, man, damit gar n Schul in ein berech mache der L tigen ihren


