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than habe!“ erwiederte Liſa mit verletzter Würde.„Oder kannſt Du vielleicht behaupten, daß ich Dein Vertrauen hintergangen hätte? Glaubſt Du irgendwo eine treuere Gattin zu finden, ſo gut und ergeben, wie ich bin, wenn Du mich in Frieden läſſeſt?“
„Ich weiß nicht, von welcher Beſchaffenheit andere Weiber ſind,“ verſetzte der Kammerer gelaſſen;„aber ſo viel weiß ich, daß ich...... genug an der Meinigen habe“.... war er im Begriff, beizufügen, lenkte aber aus Furcht vor einem Wiſcher ein, und ſetzte hinzu:— „mir die Freuden der Ehe anders vorgeſtellt habe.“
„Ach ja,“ lächelte Liſa mitleidig,„Du haſt Dir eine ganze Menge Dinge gedacht, mein armer Alter, die ſich nicht ſo leicht auf die Beine bringen laſſen.“
„Ja, das habe ich gemerkt!“ iſeufzte der Kam⸗ merer.
„Na, lieber Mann,“ nahm Liſa das Wort und
warf ſich auf die andere Seite des Sopha,„nun wün⸗
ſche ich, daß Du geſcheidt und ordentlich biſt, und mich nicht mit Deinen ewigen Einwendungen chikanirſt— ich habe Dich um etwas zu bitten.“
„Schon wieder eine Bitte— was für eine neue Thrheit haſt Du Dir denn wieder in den Kopf ge⸗ etzt? 44
„Thorheit— Du biſt gewaltig höflich! Das iſt der Dank dafür, daß ich Dich ſo freundlich und artig um Alles bitte, da ich verlangen könnte, wie andere
Frauen; denn es iſt doch wohl die Schuldigkeit des
Mannes, ſein Haus zu unterhalten!“
„Ha, ha, alſo um Geld handelt es ſich wieder?“ ſagte der Kammerer und man hörte es ſeiner Stimme an, daß er ſich wie gewöhnlich, wenn das Geldkapitel verhandelt wurde, alle Mühe gab, ſeine frühere Feſtig⸗ keit beizubehalten.
„Ja, allerdings handelt es ſich um Geld, und noch dazu um recht viel!“ ſagte Liſa entſcheidend.
„Welches Du übrigens diesmal, meine Seele, nicht
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