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aufgegeben hatte, und ſich demüthig unter das Joch des Gottesengels beugte.„Ich mag ſagen, was ich will— wozu nützt es mir denn?— Du höͤrſt ja doch nicht!“
„Nur kurz, bitte ich mir aus! Laß hören, worüber haſt Du denn zu klagen?“
„Darüber, daß Du mich ruinirſt; denn das thuſt Du in der That, Liſa, durch Deine Vergnügungsſucht. Das hat mir nicht geahnt, als ich Dich nahm, oder als ich mein Teſtament aufſetzte, denn ſonſt wäre Beides ungeſchehen geblieben! Zweimal im Monat große Viſite hier, wenigſtens ein paar Mal in der Woche auswärts in Geſellſchaft, und außerdem das ewige Geläufe von jungen Laffen Trepp' auf, Trepp' ab— da möge ſich Gott erbarmen! Ich beſchwöre Dich, Liſa, geh' in Dich, ich bin ein alter Mann,— das ſollteſt Du bedenken—
ſo ein Leben kann ich nicht aushalten!“
„Ja, wer muthet Dir denn zu, Dich zu inkommo⸗ diren, wenn Du es nicht von ſelbſt thuſt? Du könnteſt ganz behaglich in Deinem Stübchen leben, ſo einſam und ruhig, als Du nur immer wollteſt; ich habe es Dir auch ſchon hundertmal geſagt— aber Du nimmſt keine Raiſon an: Du hängſt mir überall auf dem Rucken, es mögen Leute bei uns ſeyn oder ich, mag ausgehen. Das iſt zum allerwenigſten recht lächerlich für einen alten Mann; es gäbe ihm weit mehr Anſehen, wenn er zeigte, daß er ſich um ſeine junge Frau nicht genirte.“
„Ja, ja; nicht wahr, ich ſollte Dich allein Deiner Wege gehen laſſen, meinſt Du?— Ich ſoll nicht ſehen, wie Du unhertreibſt? Nein, ſo lange ich ſtehen und gehen kann habe ich nicht im Sinn, mich einſperren zu laſſen, damit mich daheim alle die Vorſtellungen plagen, zu welchen ich nur eine zu gegründete Urſache habe! So haſt Du nicht geſprochen, als wir im vorigen Som⸗ mer vom Lande nach Hauſe reisten: erinnerſt Du Dich noch, wie Du mir verſprachſt, die Freiheit nicht zu miß⸗ brauchen, als ich ſo ſchwach war, Dir nachzugeben?“
„Ich will doch hoffen, daß ich dieß auch nicht ge⸗


