——
feig kam es ihm vor, wenn er vor dem, welchen er nicht Vater zu nennen wagte, ſchüchtern, im Gefühl ſeiner Schmach, namenlos, um Barmherzigkeit flehend, ſtehen ſollte, der, obgleich ihm ſo nahe ſtehend, niemals gefragt hatte, ob und wo er lebe und ſey! Sollte er ſich dem Schimpf ausſetzen, wahrſcheinlich mit Verachtung, Gleich⸗ giltigkeit oder Lauheit abgewieſen zu werden— abge⸗ ſpeist, vielleicht mit ein paar lumpigen Thalern!
— Nein. mochte es auch gehen, wie es wolle, er war nicht im Stande, ſeine aufrühreriſchen Gefühle zu be⸗ zwingen, die bei dem bloßen Gedanken an die Qual, welche er ſelbſt mit peinlicher Sorgfalt nährte, ſeine Bruſt durchtobten. Dieſe letzte Erniedrigung wollte er ſich wenigſtens erſparen.„Er hatte bisher dieſen Weg zu ſeinem Fortkommen verachtet,— mußte er ihn nicht
ferner verachten? Aber von der andern Seite, wenn er
den glücklichen Fall annahm— welche Ausſicht öffnete ſich ihm? Konnte nicht möglicherweiſe der Graf auf an⸗ dere milde Gedanken kommen. War es nicht denkbar, daß er mit Freuden für das Glück desjenigen ſorgte, den er ſo lange hilflos gelaffen? Und endlich, ſtand es nicht in ſeiner Macht, den einfachen Namen Wetterquiſt mit einem Zweig einer hochgebornen Familie zu verbinden? Eine angebetete Gattin, eine gute Anſtellung, ein ſor⸗ genfreies Leben, Alles dies ſtand in der Macht des rei⸗
chen, vielvermögenden Mannes, wenn er es dem Ver⸗
kürzten zum Erſatz geben wollte. Aber nun entſtand die Frage, in wie weit wollte er, Wetterquiſt, dies anneh⸗ men: war es nicht edel, beiſpiellos, Allem zu entſagen, und unzweifelhaft noch bewundernswerther, nie den Schleier zu lüften, welcher ſeine Abfunft deckte? Blos ein Um⸗ ſtand ſträubte ſich gegen ein ſolches Opfer, blos ein Tropfen Galle miſchte ſich in dieſe Befriedigung ſeines Stolzes: Wer außer ihm ſelbſt, konnte ſeine Entſagung, ſeinen Muth bewundern?
So phantafirte der junge Mann und kämpfte mit ſich ſelbſt, bis er endlich, ſpät am Abend, nach der
auf ſe
Stadt den I der T viellei haſche
offen, Bild, zen S eines lauten es ſell wer e Lebens ohne halten 9 den C und d nicht mel u verlor vornel Gedäc welche wechſe
5
Fenſte
ſagte die B Schul gleich
S 5
rück;
auf,
2


