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meine Warnung in Bezug auf Fräulein von Lindfeldt zurüt zuommen— nimm Dich in Acht, und ſpiele nicht dieſelbe Rolle bey ihr, wie bey Liſa Norman: denn nicht alle M ädchen ſind verſtändig genug, einen Lieb haber zu vergeſſen.“
„Ich begreife gar nicht, was Du damit willſt?“ verſetzte Wetterquiſt ärgerlich.„Wie magſt Du nur in Einem Athem auf dieſelbe Weiſe von Fräulein von Lindfeldt und von Liſa Norman reden? Ich ſollte doch meinen, daß hier ein kleiner Uinter ſchied wäre! Biſt Du denn in der That ſo einfältig, Dir einzubi iiden, daß wenn ich meine Augen zu der lieblichen einnehmenden Mathilde erhöbe, ich dieß nicht in ganz auderer Weiſe thäte, als gegenüber von Liſa?“
Die Art und Weiſe kommt hier gar nicht in Betracht,“ erwiederte Roſell luſtig, und die feinere, oder vielmehr die ſentimentale Courmacherei iſt gerade die allerge⸗ fährlichſte, denn die armen Maͤdchenherzen kommen juſt am kürzeſten dabei weg. Du weißt, daß die Sprache mit den Augen weit beredter iſt, als die mit Worten, deßhalb beherzige meinen Rath und nimm Dich mit dem Fräulein in Acht. Auch wäre es im Ganzen kein großes Glück, denn nich dünkt, ich hätte gehört, ſte habe nichts weniger als Vermögen.“—
„Aber Verbindungen!“ wendete der Notar ein.
„Aha, denkſt Du bereits an V Jerbindungen! Da haſt Du auch ernſthafte Abſichten.“
„Gewiß nicht; o weit entfernt! Wie kannſt Du
glauben, dic ein armer Ertranotarius— nein, mein lieber Roſell— da biſt Du gewaltig auf dem Holzweg?“ Mag ſeyn!— ein Jeder macht's ſo gut er Lnun—
aber à propos, da fällt mir ein, wie ſteht es denn mit Deinen ökonomiſchen Verhältniſſen? Geht es gut mit dem Stundengeben?“
„Ach ja, ich kann nicht klagen. Es bringt mir wenigſtens ſoviel ein, daß ich nicht Tag für Tag in


