Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

44

Ein leichtes Roth flog über Roſells Geſicht.Ich glaube Du legſt Dich auf das Spioniren? entgegnete er in einem Ton, welcher den Notarius nichts weniger als nach Spaß zu ſchmecken ſchien.

So gut Du Liſa's weißen Schleier im Hopfen⸗ garten wehen ſahſt, ebenſo wenig konnte ich die Augen verſchließen, als ihr rother Shawl in des Kammerers Stube auf und nieder flatterte und kurz darauf, als ich zufällig abermals vorüber kam, Dich in das Haus gehen ſah.

Auch haben Dich in der That Deine Augen nicht betrogen; erwiederte Roſell.Liſa hatte einige Auf⸗ träge von dem Alten in deſſen Wohnung zu beſorgen, und während ſie damit beſchäftigt war, hatte ich drei Mal das Vergnügen, ſie beſuchen zu dürfen. Ich will Dir aber noch mehr berichten, was Du glauben oder nicht glauben magſt, wie es Dir beliebt! Ich fühlte, daß es Unrecht von mir war, Liſa's Ruf um meiner Unterhaltung willen, blos zu ſtellen; und um nicht weiter in Verſuchung zu gerathen, machte ich die ſchon längſt beabſichtigte Tour nach Upſala.

Und da Du ſo delikat gegen Liſa Norman ge⸗ handelt haſt, willſt Du jetzt gegen Frau Laßman eine andere Methode annehmen?

Jetzt iſt es ihres Mannes Sache ſie zu hüten. Eine Frau hat an ihrem Frauentitel eine ſehr große Schürze der Ruf eines Mädchens dagegen...

Aha, ich verſtehe, meinte der Notar,wie ein Spiegel: man braucht nur daran zu hauchen, ſo wird er trüb oder wie eine zarte Roſe; ſobald man dieſe anrührt, iſt ſie entblättert.

So ſchrecklich ſentimental meine ich es denn doch nicht, rief Noſell luſtig aus;ich wollte blos ſagen, daß der Ruf eines jungen Mädchens weit empfindlicher ſey. Er iſt viel ſchwerer wieder herzuſtellen, deßhalb halte ich es für die Pflicht jedes ehrlichen Kerls, vor⸗ ſichtig damit umzugehen. Aber um noch ein Mal anf

meine zurück nicht denn Liebhe

7 verſetz Einen Lindfe meine denn wenn Mathi thäte, erwied die ſe fährlie am kü⸗ mit de deßhal dem großes nichts

7

haſt 2

glaube lieber