Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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Juſt deßhalb ſollte ſie Deine Neigung zur Treuloſigkeit

kennen.

St, St! wisperte der Notar, denn es gingen gerade Leute an ihrer Bank vorüber.St! um Alles in der Welt, ſprich nicht ſo laut! es ſönnte uns ſonſt Jemand hören! Was iſt das nur für ein Ausdruck: Treuloſigkeit! Als ob von ſo Etwas die Rede ſeyn könnte, wenn man von Fräulein Lindfeldt und von Liſa Norman ſpricht!

Nun wenn es ſo unbedeutend iſt, ſo thut es ja noch weniger, wenn man davon redet!

Allerdings, wenn es ſich um meine Perſon han⸗ delt. Ich bin nicht ſo atpueg um mir einzubilden, daß Fräulein Mathilde ein Auge auf mich hätte. Aber Du mußt doch zugeben, daß auch nur eine Anſpielung auf ein ſolches Abentheuer höchſt verletzend für ihre ſchüchternen Ohren ſeyn müßte denn es könnte ge⸗ rade ausſehen, als glaubte man an die Mögli ichkeit, ſie hätte ein Intereſſe für..., gleichviel, es iſt eine Dumm⸗ heit nur davon zu reden!

Dich haben! rief Roſell lächelnd aus.So Et⸗ was zu fagen wäre freilich ſchrecklich zeideri ich, beſon⸗ ders wenn Du der feſten Ueberzeugung biſt, daß es nicht ſo fey.

Nun ja, ſchwören wollte ich nicht darauf. Es war eine ſaure Aufgabe für die Eitelkeit des Notars, alle die ſchmeichelhaften V ermuthungen Roſells nieder⸗ zuſchlagen allein ſo weit ich urtheilen kann, bin ich db durchaus gleichgültig.

Für Deinen Theil kannſt Du indeſſen wohl nicht daſſelbe Glaubensbekenntniß ablegen; denn ſoweit nicht alle Anzeich en trügen, biſt Du richtig angeſthofſen?

Beſter Bruder, dabei drehte und wendete ſich der Notarius mit einem Gemiſch von Verlegenheit und Würde nich weiß in der That nicht, was Dir das Recht zu einer ſolchen Frage gibt!

Ach was, wer wird von Recht oder Nichtrecht