Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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daß aus der Compagnonſchaft mit meinem Prinzipal Nichts werden kann, wenn wir uns nicht gut mit dem Oheim Laßman und beſonders mit Liſa ſtellen, denn von nun an wird wohl ſie das Heft in der Hand haben.

Ja freilich, ſeufzte Muhme Neta,daran zweifle ich nicht! Luſchie, die liſtige Schlange, weiß, wie ſie es anzufangen hat. Man muß freilich gute Miene zum böſen Spiel machen. Gehſt Du heute Abend zum Ver⸗ lobungsſchmauß, Will?

Gewiß, das verſteht ſich; ſie könnten's ſonſt übel nehmen. Ich will Dich möglichſt entſchuldigen und ſa⸗ gen, daß Du unwohl ſeyſt, Dich erkältet habeſt.

Ja, thu' das. Aber höre, Will, ſag' einmal im Vertrauen, ehe Du gehſt, ob es Dir nicht im Herzen wehe thut, wenn Du ſie als die Braut eines Andern ſiehſt? Geſtehe es nur, Du Schelm; Du biſt doch ver⸗ liebt in ſte?

Ja, das bin ich auch, ich kann und will es nicht läugnen; aber wenn ſie mich nicht mag, ſo mag ich ſie ebenfalls nicht, auch halte ich es für das Geſcheidſte, ſich keine graue Haare wachſen zu laſſen, wenn Etwas nicht zu ändern iſt.

Du biſt ein herrlicher Junge, Will! So viel Verſtand und Gewalt über Dich, bei Deinen Jahren! Ich ſage Nichts, aber gib nur Acht, es wird noch die Zeit kommen, wo ſie es bereuen wird. Nun, leb' wohl, lieber Sohn! Grüße Alle ſchönſtens und ſag' der Hof⸗ meiſterin, ſie ſoll ſo gut ſeyn und Morgen ein wenig herkommen und mir erzählen, wie Alles zugegangen ſt.

Will ging. Muhme Neta war durch das Zwie⸗ geſpräch mit ihrem Sohn um Vieles ruhiger geworden, und kam jetzt nach und nach auf die große Erſchütterung wieder in das alte Geleiſe ihrer häuslichen Beſchäfti⸗ gung zurück, welche ſie in den letzten Schmerzens⸗ und Unruhetagen ganz auf der Seite hatte liegen laſſen. Ihr erſter Gedanke war an die blauen Flaſchen und ſie machte ſich die größten Vorwürfe, daß ſie dieſe ſo ſchmählich