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26 nicht anfechten, Mutter,“ tröſtete er ſie.„Es gibt noch mehr Mädchen in Stockholm, außer Liſa, und den Kamme⸗ rer vermag ich nöthigenfalls auch zu entbehren. Uebrigens kann er mir doch unter die Arme greifen, wenn er will, im Fall mein Prinzipal mich zum Compagnon annimmt und dann bin ich ſchon geborgen.“
„Geborgen, ja,— Du weißt nicht, was das heißen will, des Kammerers Erbe zu ſeyn. Ach Du mein Er⸗ barmer! wenn ich das Glück erlebt häͤtte, des reichen Kammerer Laßmans Erbe und die hübſche Luſchie Norman zur Frau!“
„Was ich nicht habe, das brauch' ich nicht,“ ent⸗
gegnete Will philoſophiſch,„und was den Umſtand
betrifft, daß mir Liſa entgangen iſt, ſo wird das Unglüuͤck auch nicht ſo groß ſeyn. Sie iſt ein liebes, herrliches, Mädchen, aber ſie will auch die ganze Welt coujoniren. Wir wollen ein Mal ſehen, ob nicht Oheim Laßman der Erſte ſeyn wird, der nach ihrer Pfeife tanzen muß. Vielleicht bereut er es noch, ſich eine junge, hübſche und gefallſüchtige Frau genommen zu haben; wenn ich Liſa recht kenne, ſo wird ſie ſich wohl dafür bedanken, im Käfig ſitzen zu bleiben, um ihrem Alten eins vorzu⸗ pfeifen.“
„Gott behüte mich, Will, was Du geſcheidt biſt, mein Junge!“ rief Neta aus, ſetzte ſich ein wenig in ihrem Bett empor und ſtützte ſich auf den Ellbogen; „Du ſprichſt ja wie ein Buch. Ja, ja, Du haſt Recht, ſo wird es auch kommen, und, Gott verzeih' mir's, daß ich es ſage— es wird mir in der Seele wohl thun, wenn ich ſehe, wie ſie den alten Gecken am Narrenſeil herumführen wird.“
„Sag' dies nicht, Mutter, man ſoll ſich nicht über das Unglück Anderer freuen. Wie ſich Einer bettet, ſo liegt er— wir wollen's abwarten— wer zuletzt lacht,
lacht am beſten. Wir brauchen ihm aber deßhalb nicht gram zu ſeyn, denn, ſtreng genommen, geht uns die
Sache gar nichts an, auch dürfen wir nicht vergeſſen,
daß
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