Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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zücken über das unvermuthete Glück mit einem ſo lauten Freudenrufe Luft, daß man ihn über die Straße hörte, und hatte dann eine lange geheime Konferenz mit ihrem künftigen Eidam. Nur bei einem Punkt des Traktats ſenkte ſie verſchämt ihre gewöhnlich höchſt ſonoxe Stimme, nämlich als der Artikel feſtgeſetzt wurde, daß von nun an auf keiner Seite mehr ein Wort über das Abentheuer zu Karlberg zu Tag kommen ſolle.

Auf nächſten Sonntag hatte Frau Norman ein großes Souper zu geben im Sinne, wozu die ganze Freundſchaft eingeladen werden ſollte. Mutter Neta befand ſich leider nicht in der Verfaſſung, daran Theil nehmen zu können; denn die gute arme Frau war vor lauter Kummer und Jammer krank geworden. Es war aber auch ein harter Schlag! Schon ſeit manchem Jahr hatte ſie ſich mit dem angenehmen Gedanken herumge⸗ tragen, daß ihr lieber Will und kein Anderer, ein Mal die hübſche, reicheLuſchie beſitzen ſollte. Mutter Neta hatte ihre lieblichen Hoffnungen noch weiter ausgeſponnen: ſie hatte nämlich ihren Will und ſeine Frau zu gemein⸗ ſchaftlichen Univerſalerben des Kammerers eingeſetzt und nun war plötzlich dieſer herrliche Traum zu Waſſer geworden, das ſchöne Luftſchloß eingefallen. War es doch eine Sünde und Schande, daß der unſelige Menſch, der alte Schafskopf, ſo auf's Heirathen verſeſſen ſeyn mußte, daß er ihrem Will nicht nur ſeine Frau, ſondern auch zugleich ſein Erbe nahm; er ſchämte ſich gar nicht, Liſa zu heirathen Liſa und nun ſtand der arme Will da, nackt und blos keine Ausſicht, weder auf eine Braut, noch auf eine Erbſchaft!

So ein gemeines Benehmen könnte einen unter den Boden bringen! ſeufzte Muhme Neta und über⸗ ſchwemmte ihr Kiſſen mit einem Strom von Thränen, bittre Thränen einer Mutter, deren ſchönſte Hoffnungen zu Waſſer wurden.

Will, der im Allgemeinen eine ruhige und fügſame Natur beſaß, zeigte weit mehr Faſſung.Laß Dich dieß