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machen ſoll, Bellmanns Lieder vorzuſingen, ſo will ich zucke auch meinen Spaß haben, und dafür müſſen Sie mir Freu
ein hübſches Taſchengeld geben!“ und „Gott ſegne Dich, mein Kind, wie lieb Du ſeyn künft kannſt, wenn Du willſt!“ ſchmunzelte der Kammerer, ſenkt
freundlich wie ein Ohrwürmchen, und zerſchmolz faſt in näm Zärtlichkeit, ſo völlig hatte ihn die feine Liſa mit ihrem an a unſchuldigen Weſen zu kirren gewußt.„Wenn Du mir zu K ſo recht herzlich ſchmeichelſt und mich ſchön bitteſt, ſo ſollſt Du ſehen, das ich Dir wohl manchmal ein paar groß Thaler zu Bändern und dergleichen Zeug gebe.“ Freu „Recht herzlich ſchmeicheln?“ wiederholte Liſa heim⸗ befar lich und ein kalter Schauder fuhr ihr dabei durch die nehn Glieder, aber ſchnell ſtellte ſich wieder das Bild, welches laute ſie von ihrem zukünftigen Leben entworfen hatte, vor aber ihre Phantaſie. Sie ſchwieg; aber ein halb unterdrückter hatte Seufzer entſchlüpfte ihren Lippen. trag 6„Seufze nicht, mein Kind! Ich bin nicht böſe,“ die
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ſagte der Kammerer, welcher Liſa's Bewegung ganz hatt: falſch deutete.„Aber ſoll ich jetzt nicht mit Deiner ſie h Mutter reden? Oder haſt Du vielleicht ſchon ſelbſt mit ſchaf
ihr geſprochen?“ nun „Nein, kein Wort; auch hab' ich, meines Wiſſens, gewe eben ſo wenig noch mein Jawort gegeben.“ doch „Ja, für was haben wir denn die ganze Zeit mit der einander geredet, wenn Du nicht Ernſt machen willſt? muß Sey nicht kindiſch, liebe Liſa, ſondern wenn Du mich auch mit Gottes Hülfe haben willſt, was ich Dir im Geſicht nicht anſehe, ſo reich' Dein Mäulchen her und gib mir den arm Brautkuß.“ wede Nach einem unbedeutenden Widerſtreben und ein paar halben Einwendungen erhielt er das erſehnte„Ja.“ den
Der Kuß ging nicht ohne kleines Sträuben vor ſich— ſchw jedoch eroberte er ihn glücklich— und nun war Liſa bittr Braut. zu 2 Der glückliche Kammerer ſuchte jetzt ſogleich Frau Norman auf. Die würdige Frau machte ihrem Ent⸗ Nat


