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„Ja, für meine Garderobe,“ wiederholte Liſa;„von dem lumpigen Haushaltungsgeld kann ich mich nicht kleiden und werde doch nicht ewig in den Fahnen herum⸗ laufen ſollen, die ich mitbringe! Am Ende haben Sie vielleicht nicht ein Mal daran gedacht, daß eine Frau Geld koſtet,— oder haben Sie ſich vielleicht eingebildet, Oheim, daß man ſich ſo etwa mit dem Lohn einer Haus⸗ hälterin abſpeiſen laſſen werde?“
„Ja, daß eine Frau Geld koſten werde, habe ich wohl gewußt, und erfahre es leider immer mehr,“ ſagte der Kammerer etwas verdrießlich;„aber daran habre ich freilich noch nicht gedacht, eine beſtimmte Summe dafür auszuſetzen. Du weißt ſelbſt, Liſa, daß ich eine Menge Zeugſtücke beſitze, hübſche, rare, koſtbare Sachen, welche Du nach und nach alle für Dich benützen kannſt; Du machſt Dir ja Deine Kleider ſelbſt und an Zeug dazu kann es Dir ſomit hoffentlich nicht fehlen!“
„Aber, du mein Gott, man braucht ja auch noch andere Sachen als nur Kleider, wenn ich mich auch mit all' dem altmodiſchen Bafel begnügen wollte, welcher vor zehn Jahren vielleicht einmal Mode war! Woher ſoll ich denn wohl das Uebrige nehmen, was zur Toilette gehört?— Hut, Shawl, Echarpen, Hauben, Regen⸗ ſchirm, Sonnenſchirm, Schuhe, Strümpfe, Handſchuhe, Spitzen, Bänder, Blumen, Tüll und was ſonſt Alles noch, was ſich jetzt nicht Alles herrechnen läßt; dieß werde ich doch nicht von jenen paar Schilkingen beſtreiten ſollen?“ 1 „Herr meines Lebens!“ rief der Kammerer ganz verbluͤfft aus;„ich habe Dir in der That Verſtand zu⸗ getraut, Liſa, aber leider ſehe ich jetzt, daß ich mich geirrt habe. Ich weiß bei Gott nicht, was ich auf all' den Galimathias antworten ſoll.“
„Wollen's abwarten,“ dachte Liſa, klopfte dem Alten lächelnd auf die Schulter und ſagte herzlich und kindlich: „Na, na, ich laſſe ſchon mit mir handeln; aber dan ſage ich, Onkelchen, wenn ich Ihnen das Vergnüges


