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natürlich nicht ſo viel als der andere; ein paar Mal in der Woͤche ißt man Häring oder Stockfiſch und ſpart dann das Fleiſch. Glaub' mir, liebe Liſa, die Wirth⸗ ſchaft iſt das beſte von Allem, was eine Frau verſtehen kann; das lernt ſich aber mit der Zeit, und wenn Du erſt einige Uebung darin haſt, wird es ſchon gehen!“
„Vielleicht; wenn ich aber betrachte, was die Haus⸗ haltung der Mutter koſtet, ſo zweifle ich, daß ich mit dem reichen werde, was Sie mir ausgeſetzt haben.“
„Das wird ſich wohl machen! Die erſten vier Wochen kaufe ich ſelbſt ein; da wirſt Du ſchon ſehen, daß es geht. Deine Mutter darfſt Du Dir übrigengs nicht zum Muſter nehmen;— ich ſollte es freilich nicht ſagen, aber ich kann es doch unmöglich verſchweigen, denn es iſt wahr,— eine ordentliche Haushälterin iſt ſie nie geweſen.“
„Beſſer werde ich auch nicht werden,“ meinte Liſaz „und wenn Sie ſo, genau und filzig ſind, Oheim, ſe wird es wohl am Beſten ſeyn, ſich ſonſt wo umzuſehen— denn das ſage ich beſtimmt vorher, mit dreißig Thalern Banko im Monat getraue ich mir nicht auszukommen!“
„Nun, nun, liebe Liſa, wie werden ſchon einig werden. Es ſoll mir auch nicht darauf ankommen,— ich gebe Dir fünfzig Thaler Reichsgeld für den Monat, fünfzig Thaler, Lischen! Gott ſteh mir bei, wenn ich weiß, wie ich es erſchwingen will! Hausmiethe, Wäſche und Magdlohn dazu gerechnet, macht gewiß und wahr⸗ haftig neunhundert Thaler im Jahr. Zwar hölliſch viel Geld! aber um Dir eine Freude zu machen und damit Du ſiehſt, daß ich mit mir reden laſſe und nicht ſo unträtabel bin, ſoll es dabei bleiben!“
„Ja, fünf Thaler weiter im Monat, das iſt auch was Rechtes!“ erwiederte Liſa lachend;„nun, man muß eben fünf gerade ſeyn laſſen. Wie viel bekomme ich denn jährlich oder vierteljährig für meine Garderobe?“
„Wie— was?—“ rief der Kammerer aus um ſperrte die Augen weit auf.
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