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welche durch Freunde und Freundesfreunde ſich Zutritt zu ihren Geſellſchaften zu verſchaſſen wußten.
Hu!— wenn der arme Mann, unſer ehrlicher Kammerer, eine Ahnung von der Verſchwörung gehabt hätte, welche ſich in Liſa's erfinderiſchem Köpfchen gegen
ſeine lieblichen Ausſichten auf erſehnte Ruhe bildete, eine
Ahnung von allen den Ertraausgaben, welche ſeine künf⸗ tige Ehehälfte bereits in Gedanfen machte!— wir furchten, daß er ſich bei Zeit aus der Affäre zu ziehen bedacht geweſen wäre.
Aber wenn wären die Weiber wohl aufrichtig genug, um einem ehrlichen Freier wohl offenherzig zu ſagen, was er zu erwarten hat? Niemals— nein, das bleibt der künftigen Ehe überlaſſen! Daher kommen denn auch alle die entzückenden Scenen, welche eigentlich nur dazu in der Welt zu ſeyn ſcheinen, um den Mann in der Geduld zu prüfen, und ihn in der Refignation zu üben, — oder auch, um ihm den geradeſten Weg in das Wirthshaus und in ſonſtige Geſellſchaften aller Art zu zeigen, wo er wenigſtens Zerſtreuung findet.
Auf der andern Seite— denn Alles hat ſeine zwei Seiten— gibt es auch wohl keinen Mann, welcher im Voraus ſeiner Braut ſagt, was für kleine naive Eigen⸗ heiten er ſelbſt beſitzt. Nein— was um des Himmels Willen hätte ſie dann ſpäter ſonſt als Frau zu thun, wenn ſie ihn nicht ſtudiren, ihn gleichſam, wie früher ihren Katechismus, auswendig lernen müßte, um mit Huͤlfe dieſer Lektionen ihr hauptſächliches und beſtes Ta⸗ lent gehörig zu entwickeln;— allen Ausbrüchen zuvor⸗ zukommen, welche den Hausfrieden ſtören könnten.
Wie die Sachen aber jetzt überhaupt ſtehen, kommt die Aufrichtigkeit ſtets hinterher gehinkt, zuerſt iſt ſie mit ungemeiner Delikateſſe verhüllt, dann kömmt ſie in einer Art von Halbnegligé, und am Ende ganz nackt. Im Anfange genirt man ſich ein Bischen, iſt aber der Schleier einmal gefallen,— ſo genirt man ſich nicht mehr. Jedoch„keine Regel ohne Ansnahme“; allein es
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