Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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zu othe cer⸗ hale, Seite

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nicht für der Mühe werth hältſt, Dich darüber zu be⸗ ſinnen..

O beſinnen kann man ſich ſchon darüber; ſo viel iſt es denn doch werth und weniger kann ich wohl auch für Ihren guten Willen nicht thun, Oheim. Alſo, wie geredt, ſo bleibt's Morgen ſollen Sie Antwort haben. Damit ging Liſa.

Sie nimmt's an! murmelte der Kammerer in ei⸗ nem Ton, worin drei Viertheile Entzücken und ein Vier⸗ theil Verdruß lagen.Alles nichts weiter als eitel Ver⸗ ſtellung und Ziererei, daß kann das Weibervolk nun ein⸗ mal nicht laſſen! Sie war, mein' Seel' ſo froh darüber, daß ſie gern, wenn ſie ſich nicht geſchämt hätte, vor mir auf die Kniee gefallen wäre. Na na, na na, die Verſchämtheit will auch ihr Recht haben Morgen ſagt ſie ja, ſo wahr ich als ein ehrlicher Kerl hier auf meinen zwei Beinen ſtehe! Aber es verdrießt mich doch, daß ſie es nicht ohne Umſtände ſogleich rund herausſagen wollte, da hätte ich mir das Antwortholen ſparen können.

So tröſtete ſich unſer guter Kammerer in ſeiner Einſamkeit, welche ihm indeſſen doch länger wurde, als er ſich ſelbſt geſtehen mochte. Liſa war ein hübſches, junges Mädchen, welches er immer ein wenig gern ge⸗ habt hatte; ſeit er ſich aber in den Kopf geſetzt, daß der Himmel ſeinen Finger dabei im Spiel habe, und er noch außerdem überzeugt war, daß er Liſa aus dem Rachen von wenigſtens einem halben Dutzend heißhung⸗ riger Wölfe rette, wenn er ſie vor ihren liebenswürdigen Anbetern bewahre, ſo war ſeine Oheimszärtlichkeit in die eines Liebhabers übergegangen, welcher von der Seite eines geliebten und liebenden hübſchen Weibchens dem allerbehaglichſten Leben entgegenſieht.

Während Laßman ſo in dem Vorgefühlen ſeines künftigen Eheglücks ſchwärmte, ſaß die Erwaͤhlte ſeines Herzens allein in ihrem Kämmerlein. Sie hatte dieſen Abend weder Luſt zum Eſſen noch zum Plaudern, ſie wollte ungeſtört ſeyn; ihre Mutter ſowohl, als die Hof⸗