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Nothwendigkeit ein, die gute Gelegenheit nicht ent⸗ ſchlüpfen zu laſſen. Mit einem unſäglich ſprechenden Blick und der lieblichſten Gebärde reichte ſie dem Kam⸗ merer die Hand entgegen..
„Verſöhnung!“ hauchte ſie, erhob die ſchüchternen Augen zu dem erſehnten Bräutigam und ſchlang das weiße Tuch um den in der Verwirrung halbentblößten Nacken.
„Du haſt alſo um Sabine geworben, Bruder!“ meinte der Probſt und ſchickte ſich an die Vorrathskam⸗ mer zu verlaſſen.
„Nein, nein, der Teufel ſoll mich holen, wenn ich das thue! habe es auch gar nicht im Sinn!“ entgeg⸗ nete der Kammerer, welchem die Dreiſtigkeit des Probſts wie ein Meſſer durch's Herz ging. Um Frau Sophien habe ich geworben, da ſie es aber lieber mit Dir hält, denn Bruder, ſo will ich nicht mehr länger beſchwerlich allen.“ „Was ſoll das heißen? Was meinſt Du damtt, Herr Bruder?“
„Ich meine damit; daß ich heimreiſen will, und dieß noch heute Abend!“ Dagegen machte zwar der Probſt alle möglichen höflichen Einwendungen, denn
ger hoffte; wenn ſich die Hitze des Kammerers abgekühlt
habe, werde er auf andere Gedanken kommen, allein gegen die Halsſtarrigkeit unſres alten Laßman war auch mit den allerfreundlichſten Vorſtellungen nicht auf⸗ zukommen. Er ſchob ſich ohne Weiteres durch die nie⸗ drige Kammerthür hinaus, zu welcher er mit ſo frohen Hoffnungen eingezogen war, und der Gedanke an ſeine fehlgeſchlagene Erwartung machte, daß er nicht einmal auf den herzzerreißenden Schrei Acht gab, mit welchem Sabine auf's Neue in Ohnmacht ſank.
Der Probſt ſah, daß jetzt alle Hoffnung vorbei war, obgleich er die Hexe behalten mußte, hatte er aber doch


