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das Faß einen Zoll in die Höhe, und verſuchte var⸗ unter zu gucken. Der Kammerer ſchnaubte aber jedes⸗ mal ſo heftig, daß ſie das Faß erſchrocken wieder fal⸗ len ließ und von ihrem weitern Beginnen abſtand. Sie ſollte ja doch in kurzem erfahren, was darunter ſtecke,— Mäuſe, Fröſche, Schlangen, oder— etwas anderes, was jedenfalls am wahrſcheinlichſten ſchien; ſie hätte ſich längſt ihre beſonderen Gedanken gemacht.„Was hatte er denn mit ſeiner Reiſe hieher vor— warum lief ihr der alte Kerl immer ſo nach, warum hatte er ſtets ſo angelegentlich mit ihr zu plaudern?
Und bei jedem Gedankenſatze ſchoßen ihre Augen giftigere Blitze der Schadenfreude. Sie ließ ihre Ver⸗ nunft nicht reden, denn ſie hoffte das Schlimmſte, und konnte kaum den Augenblick erwarten, welche der ſchein⸗ heiligen Sophie den Schleier wegziehen würde. Als dieſe endlich mit dem Probſt, zitternd in die Vorraths⸗ kammer trat, lag Sabina in der bequemſten Stellung in Ohnmacht über dem Faß.
„Was iſt denn wieder los?“ fragte der Probſt ganz ruhig, denn er war an ſolche Hinfälle ſchon zu ſehr gewöhnt, um ſie hoch anzuſchlagen.„Was iſt Dir denn Sabine?“ Damit hob er ihr den Kopf ziemlich unſanft in die Höhe.
Mit großer Anſtrengung und unter heftigem Schau⸗ dern kam ſie wieder zu ſich.„Vater“ begann ſie mit feierlicher Stimme,„die Sorgloſigkeit und Liederlichkeit dieſes Weibes“— damit zeigte ſie auf die Haushälterin — haben mich ſchier das Leben gekoſtet, ſo erſchrocken bin ich. Ich wollte dae Faß hier wegſchieben, und denke Dir, Vater, meinen Schreck, als ich etwas ſich darunter bewegen hoͤrte. Gott bewahre mich, daß ich gewiſſe Töne ſchlimm auslegen ſollte; aber mach' erſt die Thüre zu, ehe das Faß unterſucht wird! Ich hoffe, wir finden nur, als Beweis, wie ſorgfältig ſie nach Ihrem Eigenthum
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