Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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Die Magd gehorchte, als ſie aber das Faß an die Wand ſchieben wollte, merkte ſie deutlich, wie ſich etwas darunter rührte, fing deßhalb aus vollem Halſe zu krei⸗ ſchen an und betheuerte, ſie könne es nicht vom Flecke bringen, denn ſicherlich ſitze der Gottſeibeluns oder ein anderes Ungethüm darunter. Etwas Lebendiges war es beſtimmt, daran wollte ſie ihren Kopf ſetzen.

Gtwas Lebendiges? fragte Sabine und ein bos⸗ haftes Lächeln flog über ihr Geſicht. Ja, ja, das koͤnnte ſchon ſeyn, daß wir hier hinter hübſche Geſchichten kämen! Es hat mich ſchon oft gewundert, was ſie des Tags hundertmal da ber zu laufen habe. Vielleicht iſt es aber auch nur ein Mäuſeneſt?

Nein, nein, Mäuſe ſind es keine... Hören Sie, wie es drinnen ſchnauft, als wenn man Einem den Hals zudrückte! Der Kammerer hoftfte, durch allerlei ſchauer⸗ liche Töne die Weiber liſtigerweiſe in die Flucht zu ja⸗ gen, allein darin betrog er ſich. Sabine hatte zwar große Furcht vor Mäuſen, daß ſie wohl das Faß in Ruhe gelaſſen hätte, wenn ſie wußte, daß ſich ſolche Inwohner darin befänden, da ſie aber ſelbſt das tiefe Athmen darunter deutlich hoͤrte, ſo faßte ſie einen ſchnel⸗ len entſchetdenden Entſchluß.Stina, ſagte ſie mit leiſer, aber unheilverkündender Stimme,geh' und ſag' meinem Vater und Frau Ternſtröm, ich laſſe ſie bitten, auf einen Augenblick hieher zu kommen! Du ſagſt aber kein Wort von dem, was Du gehöoͤrt haſt ſag' ich ſey ſchnell unwohl geworden.

Bei dieſer Wendung der Dinge, obgleich ihm noch nicht alles deutlich war, gerieth unſer armer Kammerer faſt in Verzweiflung. Er war nun unmittelbar in der Gewalt der heiligen Sabina und machte ſich vollſtändige Rechnung auf ein Pröbchen davon, wenn nicht irgend ein glücklicher Zufall dazwiſchen käme.

GEin paar Mal kniete Sabine auf den Boden, hob