Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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Kammerer zu Lelb' ſteigen, daß er mir nicht ſo leicht aus dem Garne hüpfen ſoll verlaß Dich nur auf mich, Kind!

Ach, das iſt alles vergeblich, entgegnete Sophie weinerlich,Sabinen werden wir nicht los; und da alſo auch aus Ihrem dankenswerthen Anerbieten nichts wer⸗ den kann, ſo ach, die liebe Einfalt vom Lande!ſo wäre es am Cnde vielleicht das Beſte...

Der Kammerer, welcher im letzten Theile der Unterhaltung ein paar Mal im gerechten Zorn nahe daran war, das Faß über den Haufen zu werfen, faßte jetzt wieder neue Hoffnung, und lauſchte begierig auf das Weitere.

Was wäre das Beſte? fragte der Probſt über⸗

t.

Wenn ich vielleicht ihn nähme!

Da wird nichts daraus! platzte der Probſt hef⸗ tig heraus.Trotz Sabinen heirathe ich Dich auf jeden Fall! Die letzten Worte ſprach er gleichwohl ſo leiſe, daß ſie dem Kammerer gänzlich entgingen. Dieſer hörte nichts weiter als den Zuſatz:Komm mit auf meine Stube, Kind, hier iſt nicht der Ort, um von etwas zu reden. Unmittelbar darauf wurde die Thüre verſchloſ⸗ ſen; er war nun allein mit ſeinen Zweifeln, und So⸗ phiens letzte Worte klangen ihm noch immer in den Oh⸗ ren:Wenn ich vielleicht ihn nähme:

Nun hätte zwar unſerm guten Kammerer ſeine ei⸗ gene Ehre alle weiteren Gedanken an die verbieten ſol⸗ len, welche mit ſo viel Dankbarkeit ſein Wohlwollen er⸗ wiedert hatte, allein die Ehre ſchwieg beſcheiden ſtill, venn ein ganz anderes, ſtärkeres Gefühl flüſterte ihm zu, wie köſtlich es ſeyn würde, wenn er den Probſt für den ſchlechten Spaß, welchen dieſer ihm zu ſpielen vorgehabt, eine Naſe drehen könne, daß er, ſtatt Sabinen zu neh⸗ men, ihm bei Sophien den Rang abliefe. Wenn ſie erſt

raſch