Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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Ach nein, da weiß ich noch Nichts davon. Ich bin ja gar nicht bekannt zu Stockholm. Es thäte mir erſchrecklich leid, wenn ich mich von all' den Meinigen, meiner Heimath und Allem miteinander trennen müßte.

Heißt es denn aber nicht, ſiel ihr der Kammerer mit einer Art von Inſpiration in das Wort,daß ein Weib alles verlaſſen und ihrem Manne folgen ſoll?

Sophie meinte, die Sache laſſe ſich nicht nur ſo über das Knie abbrechen und erfordere Bedenkzeit. Einen Mann habe ſie ſchon ein Mal gehabt; ſie ſey nicht ſo auf das Heirathen aus habe es ſo recht gut u. ſ. w.

Aber liebſte, beſte Frau, erlauben Sie mir doch...

Um Gottes Willen, was wird das geben! Der Probſt kommt über den Hof er kommt hieher! flüſterte Sophie und wurde ſo blaß wie das Moehl, welches ihr in den Locken hing.Liebſter, beſter Herr Kammerer! Wenn Sie mich nicht auf Lebenszeit un⸗ glücklich machen wollen, ſo kriechen Sie unter das große leere Mehlfaß dort! Wenn der Probſt einen Mann bei mir antrifft, ſo...

Aber, Du mein Gott und Vater, wir haben ja nichts Böſes gethan, ich bin ja in der beſten Abſicht hier! Ich will es ihm ſelbſt ſagen.

Nein, nein, jetzt nicht! Um der Wunden Chriſti Willen, kriechen Sie unter das Faß!

Sophie war offenbar in der fürchterlichſten Angſt, ſah dem Kammerer ſo beweglich und bittend in das Ge⸗ ſicht, daß er am Ende doch, obgleich mit innerem Wi⸗ derſtreben und unaufhörlich die Billigkeit ſothanen Vor⸗ ſchlags beſtreitend, die in Thränen ſchwimmende, zum Tode erſchrockene Sophie das Faß über ſeinen Leichnam ſtülpen ließ. Als es ſo weit war, hatte er die beſte Zeit über die Urſache dieſes nichts weniger als artigen Benehmens nachzudenken. Es reute ihn, ihren Bitten nachgegeben zu haben, was ſie gar nicht einmal verdient