Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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mit einem höchſt anmuthigen Tätſcheln der ſtaubigen Hand Sophiens zu begleiten.

Die junge Wittwe lachte munter und meinte, daß ſie ihre Sklaverei wohl behalten würde, und Gott dafür danken müſſe, denn wenn der Probſt nicht ſo gut ge⸗ weſen wäre, ihr einen Zufluchtsort anzubieten, ſo hätte ſie nicht gewußt, wo ihr Haupt hinlegen.

Dieſe Dankbarkeit, verſetzte der Kammerer mit großer Würde im Ton und Gebärde,iſt ſehr löblich und zeugt von einem guten und empfindſamen Herzen; beſtätigt auch die gute Meinung, welche ich bereits über Ihre Grundſätze und Ihr Pflichtgefühl hege. Ich habe ſchon längſt nach einer Gelegenheit getrachtet, mein Herz vor Ihnen auszuſchütten, und obgleich Zeit und Umſtände vielleicht jetzt gerade nicht die paſſendſten ſcheinen moͤgen, ſo kann ich doch nicht umhin, Ihnen zu erklären, Frau Ternſtrom, daß ich mich beglückt und geehrt fühlen würde, wenn Sie.... Aber, wie ich ſo eben ſagte, Zeit und Umſtände ſind höͤchſt ungeeignet, um nicht zu ſagen rein unpaſſend, zu Auseinanderſetzung eines ſo wichtigen, unſre ganze Zukunft bedingenden Gegenſtandes; allein da man uns fortwährend und mit Fleiß alle mögliche Hinderniſſe in den Weg legt, mit einander reden zu können, wie Sie ja ſelbſt bemerkt haben werden, und da ich ein alter Mann, wenigſtens ſchon Etwas in den Jahren bin, ſo... Ja, ja, Sie brauchen nicht ſo verlegen und unruhig zu werden. Ich habe, Gott ſei Dank, wie ich wohl ſagen darf, einen guten Charakter und ehrlichen Ruf. Durch Fleiß und Sparſamkeit habe ich mir ein hübſches kleines Vermoͤ⸗ gen geſammelt, weßhalb auch bei meiner vorhabenden

Standesveränderung im Sinne, eine ordentliche Woh⸗

nung zu miethen und auf anſtändigem Fuße zu leben, denn ich habe nach meinem Ueberſchlag, Hausmiethe Kammerer Laßman. I. 16