Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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trippelte mit liſtigem Blinzeln nach der bezeichneten Thüre. Der Adjunkt ging, ſeinem Verſprechen gemäß, um den Probſt in ſeinem Zimmer aufzuſuchen: da aber der Schlüſſel abgezogen war, mußte er ſein Vorhaben aufgeben.

Der Kammerer klopfte nicht an; um ſicher nicht abgewieſen zu werden, trat er geraden Wegs. in die große Vorrathskammer hinein, wo Sophie, einen unge⸗ heuern Kehrbeſen in der Hand, die Spinnweben an dem Fenſter abkehrte.

J, Gott bewahre, kommen Sie da herein, Herr Kammerer! rief ſie dem Eintretenden entgegen und ihre Stimme verrieth deutlich, daß ſie ſich ein wenig fürchtete.

Seyen Sie nicht böſe darüber, liebſte beſte Frau Ternſtröm! Um alles in der Welt mißkennen Sie meine Abſicht nicht! Der Kammerer hielt die Hand vor die Augen, um ſich vor den Staubwolken zu ſchü⸗ tzen, weßhalb er nicht ſehen konnte, was ſeine Worte für eine Wirkung auf Frau Ternſtröm machten.

Ach, meinte Frau Sophie nach kurzem Beſinnen, ich mache mir daraus Nichts; aber wenn es Sabine ſähe, da gäbe es eine ſchöne Geſchichte! Ich kann Sie verſichern, die Sabine iſt ein recht abſcheuliches Stück.

Ich weiß das wohl und habe mich davon ſelbſt überzeugt; deßhalb wundert es mich auch, wie Sie ſo lange bei ihrem ewigen Keifen aushalten koͤnnen.

Ach, wenn man arm iſt, muß man ſich Manches geſallen laſſen. Sie iſt nie anders gegen mich geweſen.

Wenn man aber ſo gute Eigenſchaften hat, haupt⸗ ſächlich wirthſchaftlich und verſtändig iſt, und menn der Herr Einem ein ſo hübſches Geſicht gegeben hat, kann man doch auch hoffen, ein Mal aus elner ſolchen Skla⸗ verei erlost zu werden.

Der Kammerer hielt es für paſſend, dieſe Worte

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