Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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gen! Vielmehr habe ich, im Vertrauen geſagt Sie ſind hoffentlich zu ehrlich, um Mißbrauch davon zu ma⸗ chen Abſichten auf die angenehme Perſon der Frau Ternſtröm. Aber ich bin nicht im Stande, nur ſo lange mit ihr allein zuſammenzukommen, als ich brauche, um mein Begehren anzubringen.

Ihr Zutrauen iſt in der That höchſt ſchmeichelhaft für mich, Herr Kammerer, und wenn ich es wagen dürfte, Ihnen einen Vorſchlag zu machen, ſo wäre jetzt der beſte Augenblick dazu. Näͤchſten Sonntag iſt die Reihe an dem Probſt, er wärmt ſo eben eine ſeiner alten Predigten auf, womit er wenigſtens eine Stunde zu thun hat. Die heilige Sabine ſitzt an ihrem Web⸗ ſtuhl, in der Dachkammer, und Frau Ternſtroͤm... er hielt ein wenig inne.

Ja, die iſt im ganzen Hauſe nicht zu finden ich habe ſie bereits wie eine Stecknadel geſucht.

Sie iſt drüben, in dem kleinen rothen Hauſe, fuhr der Magiſter fort;dort iſt, wie Sie wiſſen, die Vorrathskammer, und Frau Sophie hält heute ihre gewöhnliche Samſtagsrevue unter ihren Schmalztöpfen, Eierkäſten und was dergleichen iſt. Ich meine, wie Sie ſich das zu Nutze machen, Herr Kammerer, ſo brauchen Sie lediglich Liſt gegen Liſt.

Das ſoll auch geſchehen! Ihr Vorſchlag iſt vor⸗ trefflich, Herr Magiſter; ich danke Ihnen ſchon im Vor⸗ aus für den guten Erfolg. Es ſieht mich aber doch Niemand, wenn ich hinein ſchleiche?

Ich will ſelbſt zum Probſt hinauf gehen; Sabi⸗ nens Webſtuhl hoͤren wir ja alſo keine Zeit ver⸗ loren! Ich gratulire, Herr Kammerer; es iſt doch ein liebes, nettes Weibchen!

Zum Freſſen lieb! ſchmunzelte der Kammerer und leckte ſich den Mund; nickte dann ſeinem verſtän⸗ digen Rathgeber zu, ließ Stock und Pfeife liegen und