Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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abſtatteten, ließ er gleichgültig auf dem Tiſche in ſeiner Stube liegen. Ein Gedanke verdrängte alle anderen: wie ſollte er eine paſſende Gelegenheit finden, bei der liebenswürdigen Wittwe ſein Wort anzubringen?

Es iſt heute herrliches Wetter, und was es ſo gut hier riecht! ſagte der Magiſter eines Nachmittags und ſetzte ſich neben den Kammerer, welcher heute früher als ſonſt ſein Liebindsplätzehen eingenommen hatte.

Ach ja, es iſt ein ſchöner Abend und es iſt ſehr angenehm im Garten hier zu ſitzen er iſt ſo gut unterhalten.

Das verdanken wir der Frau Ternſtröm. Sie heuchelt kein ſo heiliges Weſen. Ich kenne wenig Frauen⸗ zimmer, welche ſo viel Achtung verdienen.

Meinen Sie auch, Herr Magiſter? Das iſt gewiß wahr und ich meiner Sei ts glaube auch nicht im Ge⸗ ringſten daran, daß ſie eine Verſchwenderin iſt.

Weit entfernt! Sie iſt keine Knickerin, aber weiß zu wirthſchaften, und wäre ſie nicht geweſen, die bei

Lebzeiten ihres Mannes, der zu viel in's Glas zu

gucken gewohnt war, das Haus noch aufrecht gehalten hätte, ſo wäre es ihnen noch, ſchlimmer gegangen als es ohnehin ſchon der Fall war.

Nun, da ſieh' ein Mal Einer! Mir hat man ge⸗ rade das Gegentheil geſagt.

Verſtehe ſchon woher der Wind weht; glauben Sie mir, das hat ſeinen guten Grund. Sie werden bereits ſelbſt gewiſſe Spekulationen gemerkt haben. Wenn dieß minder augenfällig wäre, ſo hätte ich Un⸗ recht Etwas davon zu erwähnen; ſo aber, wo Jeder, der Augen hat, ſehen kann wo es hinaus will, werden Sie mir wohl meine Aufrichtigkeit zu Gut halten.

Mein beſter Herr Magiſter, ich bin Ihnen im Gegentheil ſehr verbunden für Ihre gute Meinung; Sie dürfen aber ſicher ſeyn, ich laſſe mich nicht fan⸗