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nehm zu machen ſuchte, ſo war es mit ihrer Gewalt offenbar vorbei. Sie gab ſich alle mögliche Mühe, auf die liſtigſte Manier, zu verhindern, daß er ſich Frau Ternſtröm nähern konnte; trotz dem fand aber doch der Kammerer zuweilen eine Gelegenheit, ihr ein zärtliches Wort zu ſagen. Obſchon der hübſchen Wittwe eigentlich die Huldigung des Kammerers ſehr gleichgültig war, ſo ſchien ſie ſolche doch nicht gerade ungünſtig aufzunehmen, ermunterte ihn übrigens keineswegs dazu.
Dieß fachte indeſſen die Flamme des Kammerers nur um ſo heftiger an und er war am Ende wirklich ein wenig verliebt in Sophien. Er mochte es aber an⸗ ſtellen, wie er wollte, ſie allein zu treffen, Sabinens und des Probſtes Augen ſtanden ihm ſtets im Wege. Der arme Freier ging wie die Katze um den heißen Brei und ginge wahrſcheinlich noch herum, wenn nicht Magiſter Bagge, welcher mit treuem Auge das Depar⸗ tement des Innern bewachte, auf den unſeligen Gedan⸗ ken gerathen wäre, ihm dazu behülflich zu ſeyn.
Der Magiſter geſiel ſich, in Ermanglung eines Beſſern, äußerſt wohl in Frau Ternſtröms munterer Geſellſchaft; aber um der heiligen Sabina ein ewiges unausloͤſchliches Herzweh zu bereiten, wollte er mit Freuden ſein eigenes Vergnügen opfern. Auf den Probſt nahm der Egoiſt gar nicht ein Mal Rückſicht.
Die Raſenbank neben Sophiens Blumenbeeten war dem bedrängten Liebhaber ſein liebſtes Plätzchen. Da ſaß er jeden Abend, rauchte ſeine Pfeife und ſchrieb den geliebten Namen mit ſeinem Stöͤckchen in den Sand. Immer weniger dachte er daran, wie es wohl in ſeiner verlaſſenen Junggeſellenwohnung ausſehen moͤge, der Triangel mit ſeinen Schätzen verſchwand in dem dunkeln Hintergrund; ſogar auch Liſa's Briefchen, welche alle acht Tage richtig eingingen und Rapport über das Pelz⸗ werk und das hohe Wohlbefinden der übrigen Kleinodien


