Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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lichen Herrn wieder hergeſtellt und ganz höflich ſetzte er hinzu:Ich weiß aber nicht, für was ich Dich immer mit unſern häuslichen Angelegenheiten plage ein Jeder hat ſein Kreuz auf dieſer Welt! Aber was die Haushaltung betrifft, kann ſich keine mit Sabinen meſſen.

Ja, ja, das glaub' ich wohl.

Sie iſt, ohne Ausnahme, die fleißigſte und ge⸗ ſchickteſte Hauswirthin weit und breit.

Potz tauſend, ja, ja, ich habe das wohl geſehen.

Es kam mir, um aufrichtig zu ſeyn, auch in der That eine Zeitlang vor, als hätteſt Du Gefallen daran, Herr Bruder, zu ſehen, wie ſie ſich ſo trefflich zu Allem anzuſchicken weiß.

Ja, allerdings, ich läugne es nicht, aber... der Kammerer ſtand in ſichtbarer Verlegenheit da; er fürch⸗ tete, ſich zu verreden, indem er noch nicht recht einig mit ſich war.

Ich ſollte eigentlich von ſo Etwas nicht anfangen, meinte der Probſt und ſeine Stimme verrieth, daß er nicht länger ſchweigen konnte,da aber Sabina meine Tochter nicht iſt, ſondern nur ein zugebrachtes Kind, und alſo gar nicht mein Fleiſch und Blut, ſo darf ich wohl friſch von der Leber weg reden und ſagen, daß ich glaube Du fändeſt einiges Wohlgefallen an ihr. Und wenn Du mich allenfalls zum Freiwerber machen willſt(ich weiß, daß die Junggeſellen gewöhnlich ſchüchtern ſind), ſo was meinſt Du, Herr Bruder? Ich bin bereit. Je früher man eine Sache abgemacht, deſto beſſer; friſch gewagt iſt halb gewonnen!

Unſer Kammerer war ganz perpler; er nahm eine Priſe um die andere; das ginge ihm doch ein bischen zu ſchnell.Liebſter Bruder, um Alles in der Welt um Alles in der Welt! Der arme Laßman war verzweifelt in der Klemme; denn ſo ſehr es ihm auch um das Hei⸗ rathen zu thun war, konnte er dech ein Bild nicht los werden: die heilige Sabina in der Küche, wie ſie die