224
Von dieſer Art war Frau Sophiens harmloſes Ge⸗ plauder. So unbedeutend und langweilig es auch Sol⸗ chen vorkommen mochte, welche Anſpruch auf eine ordent⸗ liche oder feine Konverſation machten, hatte es doch für unſern Kammerer etwas höchſt Anziehendes, der es ſogar gerne mehr als Ein Mal hörte; denn Sophiens gutmüthi⸗ ges, einfach herzliches Weſen verlieh allen ihren Worten eine Anmuth, welche von ihren friſchen Lippen nicht ohne Erfolg blieb.
Der Probſt ſtand nicht ferne von den beiden Blu⸗ menbewunderern; allein dieſe waren ſo in ihr Geſpräch vertieft, daß ſie ihn weder ſahen noch hörten und Sophia hatte bereits eine zweite verbeſſerte Auflage der Geſchichte ihrer Roſenſtöoͤcke aufgetiſcht welche ſie ſo lebhaft an ihren ſeligen Ternſtröm erinnerten, als unſer Kammerer ohne Umſchweife mit der Frage herausrückte, ob ſie es denn für ganz unmöglich halte, ihren erſten Mann jemals ver⸗ geſſen zu können.
„Herr Gott in deinem Reich, daran habe ich in meinem Leben noch nicht gedacht!“ erwiederte Sophie; allein ihr Geſicht verrieth, daß ſie die Unwahrhelt geſagt habe, denn ſie wurde röther noch als ihre Roſen.
„Nun, ich ſetze ja nur den Fall; denn ewig trauert man doch nicht. Wenn ich ſage, daß...“
„Bekommſt Du keine Kreuzſchmerzen, wenn Du ſo lange gebückt daſtehſt?“ fragte der Probſt mit lauter Stimme. Sabinens Warnung hatte ihn in Unruhe ver⸗ ſetzt und er dankte Gott, daß er noch zu rechter Zeit ge⸗ kommen war.
„Ich ſehe nur zu, wie vortrefflich Frau Sophie ihre Blumenbeete in Ordnung hält.“
„Du biſt zu gütig, daß Du an einer ſolchen Spiele⸗ rei Spaß ſindeſt! Ich meine aber, es iſt ſchon zu ſpaͤt.“
Es bedurfte Nichts weiter, als dieſes leiſen Winks für Sophien, welche niemals wagte oder auch nur für moͤglich hielt, einen andern Willen als der Probſt zu
hab Bel biet
mer dru⸗ ihn
Feh iſt Rog alle
in nich
Nie Här men wein zuge auck men an
ſich den die aber wele well den
gnüt wele geſch


