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zu überreden. Sey nur ruhig, liebſte Sablna; wir reden nicht weiter davon!“ Der Probſt machte Miene weg zu gehen.
„BVater!“ ſtammelte Sabina mit ſlehentlicher Ge⸗ bärde.
„Du biſt zu heilig für den Cheſtand, mein Kind; fing Du Deine Lieder und ſtirb als ehrbare Jungfrau. Sophie ſoll Dir dann einen Kranz flechten und zum Andenken an die tugendbelobte, fromme, keuſche Jung⸗ frau Sabina, welche als eine ſchneereine Braut Chriſti leben und ſterben wollte, in der Kirche aufhängen.“
„Vater, Vater!“
„Ja, mein Kind, das iſt nun vorbei. Ich dachte für Dein Glück zu ſorgen, es war mein innigſter Her⸗ zenswunſch; allein der Himmel ſoll mich bewahren, daß ich den geringſten Zwang....“
„Ach nein, Vater!“
„Was haſt Du geſagt, liebſte Sabina 2“
„Ich habe geſagt,.... Ach Gott....“ Die heilige Sabina krümmte ſich wie ein Wurm.
„Haſt Du vielleicht geſagt, daß Du Dich beſonnen habeſt, daß Du doch am Ende heirathen willſt?“
„Ja... Vater!“ ſtöhnte Sabina und verbarg ihr Antlitz in beide Hände.
„Gute Sabina!“ ſagte der Probſt mit verändertem, ernſtem Tone.„Da ſiehſt Du nun, was Dir Deine Berſtellung und Heiligkeit geholfen haben— zu weiter Nichts als Dich lächerlich zu machen und Deine innerſten Gedanken bloß zu ſtellen! Ich habe Dich deßhalb dafür geſtraft, wie Du es verdienteſt. Wenn ich aber nun mein Beſtes thun ſoll, was ich ſtets gethan habe, ohne daß es glücken wollte, Dir einen braven Mann zu ſchaffen, ſo verlange ich auch von Dir, daß Du in Sa⸗ chen, welche Dich Nichts angehen, ſo geſcheidt biſt,
Deine Zunge im Zaum zu halten: bekümmre Dich von
heute an Nichts mehr um die Haushaltung und überlaß dieſe der Frau Ternſtroͤm. Sie kann ſich beſſer mit
daß ſucht. laͤuft


