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zurückgehalten. Der brave Mann, welche Liebenswür⸗ digkeit, welch' feines Zartgefühl!
„Etwas Wichtiges ſagſt Du, lieber Bater?“ wie⸗ derholte ſie jetzt laut und mit ſo heller und klarer Stimme, als ob ſie ſich ſchon zu dem lieblichen Ja ein⸗ üben wollte, ſenkte aber natürlich ihre Augen mit jung⸗ fräulicher Beſchämtheit zu Boden.
„Ja, meine gute Sabina, Du weißt, daß Deine Mutter, hauptſächlich auch in ihrer Todesſtunde, mir Dein Wohlergehen an das Herz gelegt hat. Bisher hat es ſich noch nicht ſchicken wollen, daß ich ſo glücklich geweſen wäre, dieſe zärtliche Fürſorge auf einen Andern uͤbertragen zu können..... 4
„War denn dieſe für Sie ſo läſtig?“ ſiel Sabina dazwiſchen, gleich als wollte ſie den heiß erſehnten ſüßen Genuß noch ein wenig hinausſchieben.
„Wenn auch gerade nicht läſtig,“ antwortete der Probſt,„ſo war ſie doch manch Mal gar nicht ſehr leicht, das weißt Du ſo gut, wie ich. Unter vier Augen brauchen wir nicht die Heiligen zu ſpielen, und ohne daß ich es Dir in’s Andenken zurückzurufen nöthig habe, wirſt Du Dich ſelbſt erinnern, daß Deine boshafte zänkiſche Gemüthsart, ſo ſchoͤn Du dieſe auch ſtets in
den Mantel der Gottſeligkeit einzuhüllen verſtehſt, mir
manche bittre ſchwere Stunde gemacht hat. Und Dein geiziges, tyranniſches Weſen gegen die Dienſtboten hat ſchon ſo viele Auftritte veranlaßt, daß ich oft dadurch meine beſten Knechte und Mägde verloren habe.“
„Ich war immer nur auf Dein Beſtes bedacht, lieber Vater; aber wie hängt das mit dem Gegenſtande zuſammen, über welchen Du mit mir reden willſt?“
„Allerdings ſteht es damit im Zuſammenhange; denn gerade dieß macht es mir höchſt wünſchenswerth, Dich anderen Haͤnden zu überlaſſen.“
„Was willſt Du damit ſagen, Vater? Du weißt
.“ Dabei ſah Sabina äußerſt verſchämt und ver⸗ legen aus.
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