Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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darauf hielt ein gelbangeſtrichener Wagen vor dem Hof⸗ thore. Magiſter Bagge kam aus ſeinem Zimmer geſtürzt, um auf zu machen, und der Probſt ſelbſt geruhte in eig⸗ ner Perſon unter die Hausthüre zu treten.

Das muß ein ſeltener Gaſt ſeyn! dachte der Kam⸗ merer; es war aber Niemand Anderes als die junge Haushaͤlterin, Frau Sophie Ternſtröm, welche vom Wa⸗ gen ſprang und mit einer leichten anmuthigen Verbeugung an dem Magiſter vorbei, auf den Probſt zueilte, welcher ihr bis mitten in den Hof entgegen kam, um ſie willkom⸗ men zu heißen.

Sieh, Bruder Laßman, das iſt die weitere Zugehörde des Pfarrhofs, meine liebe flinke Haushälterin, Frau Ternſtröm, ſagte der Probſt freundlich und konnte die blin⸗ zelnden Aeuglein kaum von den blühenden Wangen der hübſchen Sophie wegwenden.

Sie war in der That ganz hübſch, das brünette Weib⸗ chen, mit ihren hochrothen Wangen, ihrem ſchwarzen, ſchlichten Haar, und ihren braunen Augen, ſo hell und klar wie der beſte Kaffee. Der Mund war freilich ein bischen zu groß, um billigermaßen zu den ſchönen gerech⸗ net werden zu können, aber ihre Lippen waren ſo roth und die Zähne ſo weiß, wie man ſie vom Schwarzbrod⸗ eſſen nur immer haben kann. Sophie war auch bei ma⸗ gerer Koſt aufgewachſen, denn ihre Aeltern waren ſehr arm, was die junge Wittwe ihre vortheilhafte jetzige Stel⸗ lung um ſo hoͤher ſchätzen lehrte.

Sie wurde nicht früher ſichtbar als bei Tiſch; aber der erſte Blick auf dieſen überzeugte die Herren, daß eine Andere das Küchenregiment führe.

Die Platte mit Spinat, welche ſonſt halb leer gewe⸗ ſen, war jetzt nicht nur ganz voll, ſondern auch mit Eiern garnirt. Die Gerſtengrütze hatte einen namhaften

Zuſatz von Zucker und Zimmt und der Milch fehlte es

nicht an Rahm. Der Magiſter, welcher in der vergangenen Woche